Kim Jong-un ist "am Leben und wohlauf"

Die Regierung in Südkorea hat sich zum Gesundheitszustand des nordkoreanischen Staatsoberhaupts geäußert. Es gehe ihm gut, heißt es.
Das Präsidialamt in Südkorea hat den letzten Berichten des US-Nachrichtensenders CNN widersprochen, wonach Kim nach einer Operation "in ernsthafter Gefahr" sei. Das südkoreanische Nachrichtenportal "Daily NK" hatte zuvor schon unter Berufung auf einen Informanten im Nachbarland gemeldet, Kim sei am 12. April am Herzen operiert worden. Nach einem Eingriff erhole er sich wieder.

Am Sonntag zitierte der Sender Fox News den außenpolitischen Präsidentenberater Moon Chung-in aus Südkorea mit den Worten, Kim sei "am Leben, und es geht ihm gut". Kim befinde sich seit dem 13. April in Wonsan. Gesicherte Erkenntnisse zur Lage in Nordkorea, das weitgehend von der Außenwelt isoliert ist, gibt es nicht. Die Führung in Pjöngjang kontrolliert die Informationen über Kim und seine Familie in der Regel äußerst streng.

Wertschätzung für Arbeiter

Immerhin gab es am Sonntag in Nordkoreas Staatsmedien eine Verlautbarung. Nach Informationen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap berichtete das Staatsfernsehen des Nachbarlands, dass Kim seine Wertschätzung für Arbeiter geäußerst habe, die Häuser in der nördlichen Grenzstadt Samjiyon gebaut hätten.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Berichte über eine angeblich schwere Erkrankung Kims, der erst Mitte 30 ist, sorgen international schon seit Tagen für Aufsehen. Aus seinem international ziemlich abgeschotteten Landes gibt es dazu nur Schweigen. Dies feuert nicht nur die Spekulationen über Kims Wohlergehen an. Inzwischen wird auch über die Frage diskutiert, wer dem jüngsten Machthaber der Diktatorenfamilie folgen könnte.

Am Wochenende tauchten schließlich Satellitenbilder auf, die Kims Privatzug an der Ostküste von Nordkorea zeigten. Diese Aufnahmen verliehen den Berichten erstes Gewicht, wonach sich Kim "in einem Gebiet für die Elite an der Ostküste des Landes" befinde. Der Zug könnte bereits vor dem 21. April an einem Bahnhof eingetroffen sein, der für die stalinistische Führung reserviert ist. Am 23. April sei er noch immer dort gewesen, berichtet "38 North".

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