Kind spielt ohne Schuhe im Schnee – Leiche entdeckt

Ein Passant wurde durch Zufall auf die mutterseelenalleine Vierjährige aufmerksam. Die alarmierte Polizei machte kurz darauf einen tragischen Fund.

Hilflos und verloren stapfte eine Vierjährige aus Ogden, Utah, am Mittwochabend nach Weihnachten durch den Schnee – ohne jegliche Winterkleidung war das Kind bei Minusgraden unbeaufsichtigt unterwegs. Nachdem ein couragierter Passant zu Hilfe geeilt war, machten Polizisten eine tragische Entdeckung.

Kurz vor 18 Uhr wurde Marcus King auf dem Weg zu einem Basketball-Spiel auf die Stimme eines kleinen Mädchens auf dem Spielplatz eines örtlichen Community Centers aufmerksam.

"Keine Jacke, keine Schuhe ..."

"Ich dachte mir anfänglich nichts dabei ...", schildert der junge Mann gegenüber "Fox13". "Aber als ich um die Ecke kam, da konnte ich an nichts anderes mehr denken." Das Kind war bei Dunkelheit und frostigen Temperaturen mutterseelenallein alleine auf dem Spielplatz unterwegs.

"Sie hatte keine Jacke, keine Schuhe und auch kein Elternteil zur Aufsicht. Ich habe sofort gehandelt und sie in ein Gebäude gebracht", so King weiter.

Die Angestellten des nahen Community Centers kümmerten sich zusammen mit dem Amerikaner um das unterkühlte Kind und alarmierten die Polizei. Es dauerte fast drei Stunden, bis die Beamten die Identität der Mutter feststellen konnten und sich das ganze Ausmaß der Tragödie offenbarte.

"Sie dachte, ihre Mutter wäre eingeschlafen"

Als die Beamten bei der Wohnung der 41-Jährigen ankamen, stand die Eingangstüre sperrangelweit offen. Im Inneren stießen die Polizisten auf die Leiche der Alleinerziehenden.

"Sie dachte ihre Mutter würde sie ignorieren und wäre auf dem Boden eingeschlafen", wird der ermittelnde Beamte, Tim Scott, in dem Bericht zitiert. Die Frau dürfte schon bis zu 20 Stunden tot gewesen sein, bevor die Vierjährige auf dem Spielplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdeckt wurde.

"Das ist keine sichere Gegend von Ogden – es gibt viele Verrückte hier. Ich bin wirklich froh und glücklich, dass ich sie gefunden habe und nicht irgendwer sonst", so Retter Marcus King.

Die Todesursache ist bislang noch nicht geklärt. Nach ersten Ermittlungsergebnissen, konnte scheinbar eine Fremdeinwirkung auf den Tod der 41-Jährigen ausgeschlossen werden. Es gebe Anzeichen auf frühere Erkrankungen, welchen jetzt nachgegangen wird. Das Kind wurde in die Obhut des Jugendamtes übergeben, soll aber bereits wieder zurück bei dessen Familie sein. Die Großmutter würde sich um das Mädchen kümmern, heißt es in einem Bericht von "KSL". (rcp)

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