Klima-Demos heute in ganz Österreich

In Wien werden ab 12 Uhr drei Demozüge von den Treffpunkten Wien-Mitte, Westbahnhof und Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Schwarzenbergplatz ziehen.
In Wien werden ab 12 Uhr drei Demozüge von den Treffpunkten Wien-Mitte, Westbahnhof und Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Schwarzenbergplatz ziehen.JOE KLAMAR / AFP / picturedesk.com
Die Umweltbewegung "Fridays for Future" hat für heute in neun Städten zu Demos gegen "die politische Untätigkeit in der Klimakrise" aufgerufen.

Die globale Klimabewegung hat für heute Freitag Streiks in mehr als 3.100 Städten weltweit angekündigt. In Österreich soll dabei der Fokus besonders auf die bevorstehende Wien-Wahl gelegt werden, wie es in einer Ankündigung hieß. Für Wien ist etwa ein Großstreik geplant, der unter anderen auch von Greenpeace, Global 2000, dem WWF und Amnesty International unterstützt wird.

Österreichweite Kundgebungen

Aber auch in Innsbruck, Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt, Wiener Neustadt, Waidhofen/Ybbs, Schrems werden Demonstrationen stattfinden. Zentrale Forderung ist, die Klimakrise gleichermaßen als globale Krise zu behandeln wie die derzeitige Pandemie. Denn bei der Coronakrise zeigte sich: Die Politik kann Krisen ernstnehmen und handeln. Entschlossene, mutige Klimapolitik wird nun auch für die Eindämmung der Klimakrise gefordert, bevor sie unwiderruflich zur Klimakatastrophe wird.

Aufruf von mehr als 80 Organisationen im Vorfeld der Wien-Wahl

In der Bundeshauptstadt Wien werden ab 12 Uhr drei Demozüge von den Treffpunkten Wien-Mitte, Westbahnhof und Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Schwarzenbergplatz ziehen. Der Heldenplatz als ursprünglicher Abschlussort musste aufgrund einer spontanen Bundesratssitzung und damit einhergehenden Bannmeile geändert werden.

Der Streik wird mit Reden sowie mit Musik der österreichischen Künstler Deladap, Misses U und Rawcat bei der Abschlusskundgebung ab 14 Uhr abgerundet. An die Parteien, die zur Wien-Wahl antreten, richtet die Fridays For Future Bewegung beim Streik drei zentrale Forderungen: “Raus aus Gas!”, “Wien autofrei!” und den “Stopp fossiler Großprojekte”.

Demozug-Verbot in Linz: Einschränkung der Versammlungsfreiheit

"Fridays for Future Linz" darf laut Magistrat als einzige Gruppe in Österreich beim weltweiten Klimastreik nur stehen, aber nicht - wie geplant über die Nibelungenbrücke - marschieren. Amnesty International Österreich äußert auf Twitter “schwere menschenrechtliche Bedenken” an der Entscheidung des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger (SPÖ), der dennoch auf seinem Standpunkt beharrt. Die Regionalgruppe hat Einspruch gegen die Verletzung des Menschenrechts auf Versammlungsfreiheit erhoben.

Die Linzer Klimabewegung wird heute ab 14 Uhr eine Standkundgebung auf dem Linzer Hauptplatz abhalten - gegen die politische Untätigkeit in Sachen Klimaschutz seitens der oberösterreichischen Landesregierung.

Strenge Corona-Maßnahmen

Alle Klimastreiks werden unter strengen Corona-Hygienemaßnahmen stattfinden. Dazu zählen nicht nur die Einhaltung des Mindestabstands und eine Maskenpflicht, sondern auch zusätzliche Ordner, die auf die Sicherheit achten. Außerdem finden sämtliche Veranstaltungen im Freien statt. Ganz nach dem Motto: Masken auf, Emissionen runter!

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