Kommt Oscar Pistorius auf Kaution frei?

Bild: Antoine de Ras (INLSA)

Kurz vor dem entscheidenden Haftprüfungstermin hat der südafrikanische Paralympics-Star Oscar Pistorius eine Welle der Unterstützung und Sympathie erfahren. Mit Spannung werden die Anhörungen vor Gericht am Dienstag und Mittwoch erwartet, bei denen über die Schwere der Mordanklage und die mögliche Freilassung gegen Kaution entschieden wird. Am Dienstag ist auch der Gedenkgottesdienst für Reeva Steenkamp und die Beerdigung im kleinen Familienkreis in Port Elizabeth.

erfahren. Mit Spannung werden die Anhörungen vor Gericht am Dienstag und Mittwoch erwartet, bei denen über die Schwere der Mordanklage und die mögliche Freilassung gegen Kaution entschieden wird. Am Dienstag ist auch der Gedenkgottesdienst für Reeva Steenkamp und die Beerdigung im kleinen Familienkreis.

Bis zum Montag riss der Strom der Besucher in der Brooklyn-Polizeistation in Pretoria nicht ab. Der 26-Jährige, der seine Freundin Reeva Steenkamp ermordet haben soll, empfing Familienangehörige, Anwälte, Freunde, Berater und Geistliche. Auch Pistorius' Schwester Aimee war zu Besuch. Pistorius erhalte derzeit eine Flut von E-Mails und SMS-Nachrichten, in denen ihm Mut zugesprochen werde.

Polizei rekonstruiert Tathergang

Das Polizeirevier wird belagert

Zahlreiche Journalisten, Fotografen und Kamerateams umlagern das Polizeirevier in der südafrikanischen Hauptstadt, seitdem der behinderte Profisportler dort inhaftiert ist. Die meisten Besucher des 26-Jährigen weigerten sich, mit der Presse zu sprechen.

Peet Van Zyl, der Manager von Pistorius, bestätigte nach einem Besuch bei seinem Klienten, dass die Teilnahme des Südafrikaners an allen geplanten Rennen abgesagt sei. Er habe Pistorius aber auch aus persönlichen Gründen besucht, um dem Sportler, den er seit Jahren gut kenne, seine Unterstützung anzubieten.

Die Absage der Rennen solle es Pistorius ermöglichen, sich "auf die anstehenden Gerichtsverfahren zu konzentrieren". Der 26-Jährige hatte unter anderem geplant, bei Wettbewerben in Australien, Brasilien, den USA und den Manchester Games in England teilzunehmen. Zudem standen im August als Höhepunkt die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau auf dem Programm.

"Wollen wissen, warum unsere Tochter sterben musste"

Die Familie von Reeva Steenkamp hat unterdessen ihr Schweigen gebrochen. "Wir wollen wissen, warum unsere Tochter auf diese Weise sterben musste", sagte Steenkamps Mutter June der "Times of South Africa". Die 29-Jährige wird am Dienstag beigesetzt.

"Warum mein kleines Mädchen? Warum ist das passiert? Warum hat er das getan?", gab June Steenkamp ihrer Verzweiflung Ausdruck. "Alles, was wir haben, ist dieser entsetzliche Tod, mit dem wir fertig werden müssen. Alles, was wir wollen, sind Antworten(...)". Zur Trauerfeier am Dienstag in Steenkamps Heimatstadt Port Elizabeth würden mehr als einhundert Gäste erwartet, sagte Steenkamps Onkel Mike. Bei der Zeremonie werde Steenkamps Lieblings-Psalm verlesen werden (Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte (...)").

Die Familie habe Beileidsbekundungen aus Südafrika und der ganzen Welt erhalten. Vor dem Haus türmten sich am Wochenende Blumen und Trauerkränze.

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