Können wir bald wieder nach Deutschland reisen?

Die Grenzen zu Deutschland könnten schon bald wieder öffnen. Laut den deutschen Behörden ist eine schrittweise Grenzöffnung ab Mitte Mai geplant.
Die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarn könnten ab Mitte Mai wieder durchlässiger werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bereits konkret über ein Konzept gesprochen, wie man dann eine Eindämmung des Coronavirus und geltende Quarantäneregelungen gegebenenfalls auch ohne formelle Grenzkontrollen sicherstellen könnte.

In einem gemeinsamen Lagebild des Gesundheitsministeriums und des Innenressorts heißt es, geplant sei eine "schrittweise Grenzöffnung" im Norden. Auch zwischen dem Bundesinnenministerium und anderen Bundesländern mit Grenzen, an denen derzeit Kontrollen stattfinden, werde bereits über entsprechende Konzepte beraten, hieß es.

Zudem fordern Dutzende Bürgermeister aus grenznahen Regionen in Baden-Württemberg die Öffnungen der Grenzen nach Frankreich und der Schweiz. Nachdem das Bundesinnenministerium die Grenzkontrollen nach Frankreich, Schweiz, Österreich, Luxemburg und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert hatte, wandten sich am Dienstag die Bürgermeister der Grenzregionen zur Schweiz an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU).

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Forderungen zur Lockerung der Kontrollen

15 Bürgermeister beklagen, dass die Grenzschließungen das Zusammenleben in der Grenzregion massiv belasteten – zumal die Corona-Fallzahlen in der Schweiz und in Österreich mittlerweile auch nicht mehr höher seien als in Deutschland. Ähnliche Forderungen zur Lockerung der Kontrollen erheben 96 Bürgermeister, Landräte und Mitglieder der Verbandsversammlung des Regionalverbands Südlicher Oberrhein mit Blick auf die Grenze nach Frankreich.

Zuvor hatten bereits zwölf Unions-Bundes- und Landtagsabgeordnete aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf eine Grenzöffnung nach Frankreich, Luxemburg und die Schweiz gedrungen.

Auch in Bayern sowie Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein gelten noch die wegen der Corona-Krise verhängten Grenzkontrollen. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten dagegen von Anfang an beim Bundesinnenministerium durchgesetzt, dass die Grenzen zu den Niederlanden und Belgien offen gehalten werden. Kontrollen finden in beiden Ländern dafür im Hinterland statt. (20min)
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