Kosten für den Schulbesuch steigen weiter

Bild: Fotolia/Elnur Amikishiyev (Symbolbild)

Materialien, Taschenrechner, Skikurs, Projekttage und und und Eltern müssen einiges bezahlen, wenn ihre Kinder in die Schule gehen. Laut einer Erhebung der Arbeiterkammer Oberösterreich kostet ein Schulkind die Familie im Jahr 1.600 Euro. Das sind um 300 Euro mehr, als noch vor fünf Jahren.

Materialien, Taschenrechner, Skikurs, Projekttage und und und… Eltern müssen einiges bezahlen, wenn ihre Kinder in die Schule gehen. Laut einer Erhebung der Arbeiterkammer Oberösterreich kostet ein Schulkind die Familie im Jahr 1.600 Euro. Das sind um 300 Euro mehr, als noch vor fünf Jahren.
2.192 Fragebögen wertete die AK aus, 3.900 Schulkinder wurden damit erfasst. Das Ergebnis zeigt, dass die Höhe der Jahresschulkosten stark nach Schulstufe und Schultyp variiert. Im Schnitt kostet ein Kind im Pflichtschulalter knapp 1.400 Euro. So richtig teuer wird es dann aber in der Oberstufe, hier fallen durchschnittlich Kosten in der Höhe von 2.700 Euro an.

Der Kostentreiber sind die Schulveranstaltungen (Projekttage, Landschulwochen, Auslandsreisen etc.). Rund 800 Euro werden hier durchschnittlich ausgegeben. Dazu kommen noch die Anschaffungen zum Schulstart, sie machen im Schnitt 400 Euro aus. Allgemeine Schulkosten (Hefte, Stifte etc.) schlagen aufs Jahr gerechnet noch einmal mit 300 Euro zu Buche. 

Bis zu 3.000 Euro pro Jahr

Dazu kommen dann aber noch individuelle Kosten wie für die Nachmittagsbetreuung, die Nachhilfe oder das Schulgeld für Privat-Schulen. Es ist also nicht verwunderlich, dass nur 18 Prozent der Befragten im Jahr mit weniger als 1.000 Euro auskommen. Bei einem Drittel belaufen sich die Kosten sogar auf 3.000 Euro im Jahr. Und: Mehr Kinder bedeuten natürlich auch mehr Kosten. 

"Die Schulkosten sind zu hoch", stellt deshalb auch AK-Präsident Johann Kalliauer klar. "Das Ergebnis verdeutlicht auch, wie sehr ausufernde Schulkosten die soziale Ungleichheit beim Bildungszugang verstärken und auch für viele Familien mit durchschnittlichem Einkommen zur massiven finanziellen Belastung werden", mahnt Kalliauer.

 

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