Krim-Amokläufer träumte von "eigenem Columbine"

Der Täter des Schulmassakers auf der Krim, Wladislaw Roslyakow, orientierte sich offenbar an den beiden Columbine-Amokläufern von 1999.

Die Identität des Täters, der an der Polytechnischen Schule in Kertsch auf der Krim-Halbinsel 19 Menschen ermordete, ist geklärt. Es handelt sich um den 18-jährigen Wladislaw Roslyakow, einen dortigen Schüler.

Laut russischen Medienberichten soll Roslyakow von den Columbine-Attentätern besessen gewesen sein. Mit seiner schwarzen Hose, dem weißen T-Shirt und den schwarzen Handschuhen erinnerte sein Outfit zum Tatzeitpunkt stark an das Aussehen eines der beiden Columbine-Attentäter.

Ähnliches Vorgehen, ähnlicher Selbstmord

Auch sein Vorgehen erinnert stark an das Schulmassaker von Littleton im Jahr 1999. Er ging mit einem Gewehr bewaffnet durch Schulräume und warf auch selbstgebastelte Sprengsätze. Nachdem er 19 Menschen erschossen und rund 40 weitere verletzt hatte, tötete sich Roslyakow in der Schulbibliothek selbst. Genauso wie es auch die Columbine-Amokläufer taten.

"Hass auf die Lehrer"

Motiv des Blutbades soll "Hass auf die Schule und die Lehrer" gewesen sein, berichten russische Medien. Ein Schulkollege des Täter erzählte Medien, dass Roslyakow seine Lehrer hasste.

In der Columbine High School in Littleton im US-Bundesstaat Colorado ermordeten zwei Schüler im Jahr 1999 insgesamt 15 ihrer Mitschüler. Dutzende weitere wurden schwer verletzt. Es war der erste medial präsente Amoklauf an einer US-Schule. Seitdem gab es hunderte ähnliche Taten mit oft noch weit mehr Toten.

(red)

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