Kritik gegen Plan zur Dezimierung der US-Armee

Bild: EPA

Die Pläne des Pentagon-Chefs Chuck Hagel, das US-Militär von momentan 520.000 Soldaten um 15 Prozent zu verkleinern, sind bei den Repuplikanern auf harsche Kritik gestoßen. Sollte es zu den Einsparungen kommen, hätte dies die geringste US-Truppenstärke seit dem Zweiten Weltkrieg zur Folge.

von momentan 520.000 Soldaten um 15 Prozent zu verkleinern, sind bei den Repuplikanern auf harsche Kritik gestoßen. Sollte es zu den Einsparungen kommen, hätte dies die geringste US-Truppenstärke seit dem Zweiten Weltkrieg zur Folge. 

Auch die US-Bürger sind einer Umfrage zufolge gegen eine Verkleinerung des amerikanischen Heers. Lediglich 28 Prozent sprachen sich laut einer Pew-Umfrage für Kürzungen aus. Fast die Hälfte der Amerikaner meint dagegen, dass die Truppenstärke bleiben soll wie bisher. Knapp ein Viertel der Befragten ist für eine Vergrößerung.

Hagel hatte angekündigt, dass auch die Zahl der Reservisten und Nationalgardisten gekappt werden soll. In anderen Teilen der Streitkräfte sind ebenfalls harte Kürzungen beim Personal und bei der Ausrüstung vorgesehen. In Europa ist schon bald die Schließung weiterer Stützpunkte möglich. Die Pläne sehen außerdem vor, die Marineinfanterie von 190.000 auf 182.000 Soldaten zu verkleinern. Bei der Luftwaffe soll die gesamte Flotte der A-10-Kampfjets stillgelegt werden, was Milliarden einspare. Die berühmten U-2-Spionageflugzeuge sollen komplett durch unbemannte Drohnen ersetzt werden

"Vorschläge nicht ernst zu nehmen"

"Wir versuchen, unsere finanziellen Probleme auf dem Rücken des Militärs auszutragen, und das geht nicht", sagte der Abgeordnete Buck McKeon, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Abgeordnetenhaus.

Die USA wiederholten Fehler, sich erwartete "Friedensdividenden" auszahlen zu lassen, die sich dann aber nicht verwirklichten, sagte Marco Rubio, der als möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner für das Jahr 2016 gehandelt wird. Die Vorschläge seien "nicht ernst zunehmen", schrieb der Abgeordnete Randy Forbes in der Zeitschrift "The National Interest".

Maßnahmen sollen US-Budget sanieren

Die Vorschläge sind Teil des Budgetentwurfs von US-Präsident Barack Obama, der in der kommenden Woche vom Weißen Haus vorgelegt werden soll. Hagel sagte, die Kürzungen seien nach eingehenden Gesprächen mit der Militärführung beschlossen worden. Es ist unklar, ob der Kongress die Einschnitte billigen wird. Konservative Abgeordnete, Vertreter der Rüstungsindustrie und Veteranenverbände hätten schon Widerspruch angemeldet, berichtete die "New York Times".

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