Kühbauer: "Tolle Gelegenheit, sich zu präsentieren"

Alle drei österreichischen Teams in der Europa League-Qualifikation machen sich noch Hoffnungen, das Play-off zu erreichen. Die beste Ausgangsposition hat Altach, das einen Vorsprung in Portugal verteidigen muss. Sturm träumt vom "Wunder von Kasan" und der WAC von einem ausverkauften Signal Iluna Park.

Alle drei österreichischen Teams in der Europa League-Qualifikation machen sich noch Hoffnungen, das Play-off zu erreichen. Die beste Ausgangsposition hat Altach, das einen Vorsprung in Portugal verteidigen muss. Sturm träumt vom "Wunder von Kasan" und der WAC von einem ausverkauften Signal Iluna Park.

Dabei begann der Trip in den Ruhrpott bereits alles andere als optimal. Der Charterflieger, der die Mannschaft nach Köln fliegen sollte, war defekt. Es wurde ein Ersatzflugzeug organisiert, die Wolfsberger mussten über drei Stunden warten, wie der "ORF" berichtete. Davon ließ sich WAC-Coach Didi Kühbauer nicht beeindrucken: "Für uns hat sich nichts geändert." Auch Kapitän Michael Sollbauer sah den Druck auf Seiten der Dortmunder: "Sie waren schon in Klagenfurt Favorit."

Respekt dürfen die Wolfsberger auswärts keinen haben. Selbst wenn eine mit 65.000 Zuschauern ausverkaufte Arena auf den WAC wartet. Die größte Zuschauerzahl, vor der die Kärntner bislang gespielt haben. Und die größte Zuschauerzahl aller Zeiten in einer Europa League-Qualifikationsrunde. "Für die Spieler ist das eine tolle Gelegenheit, sich zu präsentieren", freute sich auch Kühbauer auf die Partie.

Der neue BVB-Coach Thomas Tuchel weiß, was gegen die Kärntner auf dem Spiel steht: "Die Begeisterung in der Stadt ist enorm. Wir freuen uns auf das erste Pflichtspiel in unserem Stadion." Auch Abwehrspieler Sokratis ist fokussiert, lässt sich von der krassen Favoritenrolle nicht beirren: "Wir wollen unbedingt in Europa dabei sein. Das ist ein wichtiges Spiel für uns und für den gesamten Verein."

Altach ohne Druck in Portugal

Der SCR Altach reiste mit einem zum Rückspiel gegen Vitoria Guimaraes nach Portugal. Trotz des Vorsprungs ist die Euphorie beim Europacup-Debütanten gebremst. "Wir haben null zu verlieren", gibt sich Sportdirektor Georg Zellhofer bescheiden. Für die Altacher sind die internationalen Spiele nur eine Zugabe: "Wir haben uns diese Belohnung hart erarbeitet", so der Sport-Boss vor der Abreise nach Portugal, fügt aber hinzu: "Ziel ist der Aufstieg, sonst bräuchten wir gar nicht hinfahren."

In der Liga konnten die Altacher bislang nicht überzeugen, liegen nach zwei Pleiten am Tabellenende. Zuletzt setzte es gegen die Wiener Austria eine 1:3-Auswärtsniederlage. Doch gegen die Veilchen sah auch Coach Damir Canadi Verbesserungen. Vor allem in der kompakten Defensive überzeugten die Gäste. Eigenfehler kosteten Punkte, diese müssen in Portugal abgestellt werden. Dann ist mit kompakter Defensive die Europa-Reise der Ländle-Kicker noch nicht beendet.

Sturm will das "Unmögliche" wahr machen

Die wohl schwierigste Ausgangsposition der drei österreichischen Klubs hat Sturm Graz. Das Heimspiel gegen Rubin Kasan wurde aufgrund grober Defensivschwächen . Somit reicht ein Treffer der Elf von Franco Foda nicht. Aufgegeben haben die Grazer jedoch noch nicht: "Wir werden versuchen, das Unmögliche wahr zu machen", gab sich der Coach kämpferisch. Gerade in der Außenseiterrolle sieht Präsident Christian Jauk die Chance der Steirer: "Wiemand erwartet etwas von uns. Wir sind für die meisten schon ausgeschieden."

Doch auch die personelle Situation spricht nicht für die Grazer. Donis Avdijaj ist gesperrt, Christian Klem angeschlagen. Dazu sind Anel Hadzic und Sascha Horvath kurzfristig erkrankt, kein Thema für das Rückspiel. Aus dem bislang durchwachsenen Saisonstart mit zwei Remis in zwei Spielen konnten die Grazer auch kein Selbstvertrauen ziehen. Der Schlüssel zum Aufstieg könnte somit die Geduld werden: "Wir müssen defensiv gut stehen, keine Chancen zulassen. Wir wollen nicht auf Teufel komm raus nach vorne spielen."

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