Linzer nach Mord an Mutter in Anstalt eingewiesen

Ein 28-jähriger Linzer muss nach dem Mord an seiner Mutter im November 2010 in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Der Beschuldigte nahm das Urteil vor dem Landesgericht Linz an. Auch die Staatsanwältin erklärte Rechtsmittelverzicht, das Urteil ist somit bereits rechtskräftig.

Der Linzer war am 16. November 2010 auf seine Mutter in der Wohnung, die sie wenige Tage zuvor bezogen hatte, losgegangen. Er attackierte sie, bis sie stürzte und schlug ihren Kopf mehrmals zu Boden. Dann drosch er mit einer Tischlampe aus Metall und einem Radiowecker auf sie ein, insgesamt rund 30 Mal. Außerdem würgte er sie mit dessen Stromkabel. Zuletzt stach der Mann der Sterbenden mit einem Buttermesser in ihr rechtes Auge - "um ihre Seele, die in ihrem Körper gefangen war, zu befreien", wie er vor Gericht sagte.

Danach wollte der an paranoider Schizophrenie Leidende aus der im zweiten Stock gelegenen Wohnung flüchten. Doch die Eingangstür war versperrt und er fand den Schlüssel nicht. Der 28-Jährige konnte auch der von den Nachbarn alarmierten Polizei nicht öffnen. Erst als diese mit einer Hebebühne der Feuerwehr vor dem Fenster erschien, öffnete er dieses und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Ausgerastet
Er und seine Mutter hätten den Bezug der Wohnung mit Rotwein gefeiert und einen Film angeschaut, so der Beschuldigte. Als sie in das Schlafzimmer gegangen sei, habe er angenommen, sie wolle ihre Medikamente nehmen, die sich nicht mit Alkohol vertragen. Er habe sie davon abhalten wollen. Sie habe ihn geschlagen. Da sei er ausgerastet.

Der Linzer war erstmals 2001 in der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg behandelt worden, musste seine Schulausbildung abbrechen und ist arbeitsunfähig. Mit fünfzehneinhalb kam er mit Drogen in Kontakt. Der Mann hat insgesamt 23 längere Aufenthalte unter anderem wegen Selbst- und Fremdgefährdung in der Klinik hinter sich.

(APA/ red)

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