Lockdown in Wien – jetzt sagt Ludwig, wie es weitergeht

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig entscheidet über Lockdown-Ende nächste Woche.
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig entscheidet über Lockdown-Ende nächste Woche.Georges Schneider Xinhua / Eyevine / picturedesk.com ("Heute"-Montage)
Kommende Woche möchte die Regierung in Wien über das weitere Vorgehen bezüglich der Corona-Maßnahmen beraten. Der Lockdown gilt vorerst bis 2. Mai.

Die Lage auf den Wiener Intensivstationen bleibt nach wie vor angespannt, auch wenn es bei den Patienten einen leichten Rückgang gegeben hat. Am Dienstag wurden österreichweit erneut 2.026 Neuinfektionen und 37 Todesfälle vermeldet. Laut Daten des Gesundheits- und Innenministeriums befanden sich am Dienstag insgesamt 702 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Corona-Infektion in einem Wiener Krankenhaus

"Sicherheitsmaßnahmen wirken"

Anfang kommender Woche möchte die Wiener Regierung darüber beraten, wie das weitere Vorgehen in Sachen Corona-Maßnahmen aussieht. Das hat Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstag angekündigt. Der verschärfte Lockdown gilt derzeit bis 2. Mai.

"Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir gesetzt haben, wirken. Wir haben einen leichten Rückgang in den Intensivstationen", erklärte Ludwig bei der Bürgermeister-Pressekonferenz am Dienstag. Die Entwicklung werde sehr genau beobachtet. "Ich habe mir vorgenommen, dass ich Anfang nächster Woche gemeinsam mit Expertinnen und Experten den bisherigen Weg analysieren und die daraus resultierenden Konsequenzen ableiten werde", so der SPÖ-Politiker.

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Der Lockdown gilt derzeit in Wien und Niederösterreich bis 2. Mai, wobei die Schulen schon am 25. April wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren. Ludwig möchte noch vor dem offiziellen Ende entscheiden, um der Bevölkerung Planungssicherheit zu gewährleisten. 

Kritik an Kurz

Zudem erinnerte der Bürgermeister daran, dass man immer erst nach einer gewissen Zeit – zwei bis drei Wochen später – wisse, wie Maßnahmen wirken. "Von daher bin ich sehr vorsichtig, was weitere Öffnungen betrifft", so Ludwig. Er übte auch Kritik an Kanzler Kurz, der ja Mitte Mai Öffnungsschritte versprochen habe.

Dies würde laut dem Wiener Bürgermeister darauf hindeuten, dass es eine "Aufgabenteilung" zu geben scheine. Ludwig möchte nicht, "dass man Hoffnungen in der Bevölkerung weckt, die man dann wieder, so wie in der Vergangenheit, nicht einlösen kann." 

Die Eintrittstests etwa in der Gastronomie oder im Tourismus sind für Ludwig ein gangbarer Weg – wenn sie alltagstauglich umgesetzt würden. Auf jeden Fall sollten die Sozialpartner miteinbezogen werden.

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