Neue Spinnenart: Ihr Biss lässt dein Fleisch verrotten

Wissenschaftler haben in Mexiko eine Spinne entdeckt, die mit einem einzigen Biss in der Lage ist, menschliches Fleisch verwesen zu lassen.
Ihr Gift ist für den Menschen zwar nicht tödlich, doch sollte man einer Begegnung mit Spinnen der Gattung Loxosceles besser aus dem Weg gehen.

Ein einziger Biss kann menschliches Fleisch zersetzen und verrotten lassen. Bis zu 40 Zentimeter Durchmesser können die nekrotischen Wunden erreichen. Diese können Monate brauchen, um zu heilen und hinterlassen eine tiefe Narbe.

In Mexiko haben Forscher nun eine neue Art dieser Grusel-Spinnen identifiziert, die sich noch dazu gerne in Wohnräumen und Müll der Hauptstadt-Region versteckt.

Sie lieben unsere Häuser

"Wir sorgen für angenehme Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und genügend Nahrung, was sie in unsere Häuser zieht. Dadurch laufen wir in Gefahr in Kontakt mit ihnen zu kommen", erklärt Alejandro Valdez-Mondragón vom Biologischen Institut der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM).

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In der Regenzeit wandern die Männchen auf der Suche nach einem Weibchen durch die Nacht. Da kann es passieren, dass sie in Kleidern, Schuhen oder dem Bett landen. Geigenspinnen sollen zwar eher schüchterne Zeitgenossen sein, doch wenn sie sich bedroht fühlen, beißen sie sofort zu.

Die Wissenschaftler empfehlen zur Prävention, das eigene Haus immer sauber und frei von Abfällen zu halten. Bei einem Biss ist Vorsicht geboten: Weil dieser anfänglich nicht schmerzt und einem Insektenstich ähnelt, würden diese oft zu lange ignoriert. Im Zweifelsfall solle man sofort einen Arzt aufsuchen.

Lange verwechselt

Es gab zwar schon länger Berichte und Aufzeichnungen über die nun identifizierte Geigenspinne (L. tenochtitlan) – ihren wissenschaftlichen Namen hat sie von der Hauptstadt des früheren Azteken-Reichs – doch wurden sie bisher immer ihr einer anderen, ähnlichen Art (L. misteca) verwechselt, die eigentlich in anderen Regionen Mexikos beheimatet ist.



"Da sie einander morphologisch ähneln, nahmen wir an, dass diese durch Handel mit Zierpflanzen ins Mexiko-Becken eingeschleppt worden waren", heißt es seitens der Universität. Erst bei molekularbiologischer Untersuchung stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Spinnen der beiden Arten doch deutlich von einander unterscheiden. Insgesamt sind 40 in Mexiko lebenden Arten der Gattung Loxosceles bekannt, doch L. tenochtitlan ist die erste davon, die natürlich in der Hauptstadt-Region vorkommt.

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