Lycée-Lehrer kaufte gefälschtes Parkpickerl

Am französischen Elitegymnasium in Alsergrund bildet er Hoffnungsträger aus. Zwischen richtig und falsch kann der Pädagoge (37) aber offenbar nicht unterscheiden.

Im Handyshop seines Bruders (21) in Leopoldstadt kauften er und ein weiterer Bruder (34) ein 2-Jahres-Parkpickerl. Der Preis: 180 statt der offiziellen 327,80 Euro! Bekommen hat der Handy- Händler die gefälschten Pickerl von einem seiner Kunden, der Mittelsmann zu einem korrupten Mitarbeiter des Bezirksamts war. Der Beamte hatte die Blankovorlagen nach Bedarf gestanzt.

Dass sie sich durch die "Bestellung" der Parkpickerl einen Vorteil verschafft haben, wollten die drei Brüder jetzt beim Prozess nicht wahrhaben. "Ich wollte kein Geschäft machen, nur Zeit sparen", so der Shop-Besitzer. "180 statt 327 Euro sind aber schon ein Geschäft", konterte Richterin Beate Matschnig. Ende Jänner wird wegen Bestechung und Anstiftung zum Amtsmissbrauch weiterverhandelt. Dann auch mit dem Mittelsmann auf der Anklagebank.

Andreas Huber

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