Maikäfer-Plage in NÖ: Pröll soll durchgreifen

In den Bezirken Tulln, Mistelbach und Waidhofen/Ybbs stöhnen die Bauern unter einer Schädlings-Epidemie. Mancher Bauer hat heuer die gesamte Ernte eingebüßt: Im Frühjahr fraßen Maikäfer die Weingärten kahl, nun verwandeln ihre Larven Futterwiesen in karge Steppen. Die Landwirtschaftskammer fordert gesetzliche Maßnahmen!

Josef Jagersberger (48) aus Hollenstein (Waidhofen/Ybbs) muss heuer tief in die Tasche greifen, das Heu für seine Kühe teuer zukaufen. Seine Futterwiese gleicht einem Stoppelfeld: „Zuerst hab’ ich nicht gewusst, was los ist. Dann hab’ ich umgestochen: alles voller Engerlinge.“ Bis zu 80 Käferlarven pro Quadratmeter statt wie gewöhnlich zwei bis drei finden sich heuer laut Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Josef Pleil im Boden betroffener Orte. Einer davon ist auch Herrenbaumgarten (Mistelbach). „Dort haben manche Weinbauern ihre gesamte Ernte verloren!“, begründet Pleil seine Forderungen an die Landesregierung. Diese solle die Bekämpfung von Maikäfern und Engerlingen so schnell wie möglich per Gesetz anordnen!

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