Männer saßen in München tagelang auf Insel fest

Erst nach drei Tagen wurden die Männer von der Insel befreit.
Erst nach drei Tagen wurden die Männer von der Insel befreit.Bild: picturedesk.com/APA

Die beiden Männer wollten eine Nacht auf einer Isar-Insel verbringen, als sie der Dauerregen überraschte. Auf ihre Hilfe reagierte niemand - drei Tage lang.

Es hätte eine gemütliche Nacht im Freien werden sollen: Zwei Männer stellten auf einer Weideninsel mitten in München ein Zelt auf und nahmen sich ein wenig Proviant mit. Auf die Wassermassen waren sie dann nicht vorbereitet. Aus der gemütlichen Nacht, wurden drei Horror-Nächte.

Dem "Bayerischen Rundfunk" erklärten die Männer, dass sie am Dienstag auf eigene Faust versuchten die Insel zu verlassen - vergeblich. Das Wasser sei einfach zu hoch gestanden, die Strömung zu stark.

Keiner holte Hilfe

Die Männer taten also das naheliegenste und begannen um Hilfe zu rufen. Sie wurden auch gehört: "Wir haben so oft rübergerufen und die Leute haben gesagt: "Ja, wir holen Hilfe." Aber keiner hat dann wirklich Hilfe gerufen."

Die Isar spülte die Handys fort, das Zelt brach aufgrund des Sturms zusammen. Die Männer mussten in einem Schlafsack übernachten, der fünf Zentimeter tief im Wasser stand.

Drei Tage lang auf der Insel ausgeharrt

Erst am Donnerstag rief ein Mann die Feuerwehr. Mit einer Drahtleiter wurden die Männer aus ihrer misslichen Lage befreit. Den Einsatz zahlen müssen die Männer angeblich nicht. Das Unwetter war nicht vorhersehbar gewesen. Die Isar-Inseln wären zudem kein ungewöhnlicher Ort für wildes Campen.

(slo)

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