Marathonprozess endet mit 12 Schuldsprüchen

Sieben Tage dauerte der Drogenprozess am Landesgericht Wr. Neustadt: Zehn Stunden berieten sich die Geschworenen - dann ging der Prozess mit zwölf Schuldsprüchen und einem Freispruch zu Ende. Die Angeklagten standen wegen dem Betreiben von sechs Cannabis-Plantagen in drei Bundesländern vor Gericht.

 
Für die acht Geschworenen galt es 69 Fragen zu klären. Es ging um 13 Angeklagte mit unterschiedlicher Tatbeteiligung. Wegen des  in Niederösterreich, der Steiermark und Burgenland standen die Angeklagten seit sieben Tagen vor Gericht. Die Anlagen befanden sich in Matzendorf, Unternalb, Hofern (NÖ), in Frohnleiten und Zettling (Steiermark) und im burgenländischen Stotzing.

Nach einer langen Beratungszeit fiel in der Nacht auf Samstag das Urteil: zwölf Schuldsprüche und ein Freispruch. Die Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen im Ausmaß zwischen vier Jahren unbedingt und 20 Monaten bedingt verurteilt.

Urteil nicht rechtskräftig

Der Viertangeklagte, den der Staatsanwalt neben dem Erstangeklagten als führenden Kopf der Gruppe vorwiegend serbischer Herkunft bezeichnet hatte, erhielt vier Jahre Haft, der Erstangeklagte zwei Jahre, davon acht Monate unbedingt. Insgesamt drei Männer wurden zu unbedingten Freiheitsstrafen verurteilt, sieben zu teilbedingten, zwei kamen mit bedingten Strafen von 20 beziehungsweise 22 Monaten davon. Der an 13. Stelle gereihte Angeklagte wurde von sämtlichen Vorwürfen freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft und zwei Angeklagte gaben keine Erklärung ab, damit ist das Urteil nicht rechtskräftig.

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