Marcel Koller kritisiert RB Salzburg nach 3:3 bei Rapid

Bild: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Nachdem RB Salzburg im Sonntagsschlager gegen den SK Rapid (3:3) eine 3:0-Führung verspielte, übte ÖFB-Teamchef Marcel Koller Kritik an der Spielweise der Salzburger. Beim Tabellenführer ist der Ärger über die vergebene Vorentscheidung im Titelkampf groß.

"Wenn du 3:0 führst und einen Mann weniger bist, dann würde ich als Trainer sagen, okay, jetzt machen wir ein bisschen ruhiger, jetzt gehen wir ein bisschen zurück. Jetzt müssen die anrennen. Die Salzburger haben auch schnelle Stürmer vorne, dann kannst du auf Konter spielen", erklärte Koller gegenüber "Sky" den Einbruch der Salzburger in der zweiten Halbzeit.

Ärger über Ulmer-Ausschluss

Dieser hat aber laut den Salzburger Akteuren viele Gründe. Naiv habe man gespielt, meinte Christoph Leitgeb. "Wir haben uns hinten reindrängen lassen. Dann sind wir auch noch in Konter gelaufen, das darf uns nicht passieren", so der Mittelfeldspieler. Knackpunkt war der Ausschluss von Andreas Ulmer kurz vor der Halbzeitpause. "Die rote Karte war eine dumme Aktion und hat uns überhaupt nicht in die Karten gespielt", meinte Marcel Sabitzer.

"Der Ausschluss hatte wesentlichen Anteil, denn bis dahin hatten wir das Spiel im Griff. Trotzdem muss man eine 3:0-Führung über die Runden bringen", ärgerte sich der Ausgeschlossene. "Es war keine böse Absicht dahinter, ich wollte den Ball spielen." Trainer Adi Hütter meinte zwar, der Ausschluss sei diskussionswürdig, aber "ich möchte Andi Ulmer nicht in Schutz nehmen. Er darf da nicht mehr hinrutschen".

Dass Rapid in der Halbzeit die Doppelsechs im Zentrum zugunsten der Offensive und dem eingewechselten Philipp Schobesberger opferte, wunderte Hütter nicht. "Schobesberger hat frischen Wind gebracht. Wir haben dann auf den Flügeln Probleme bekommen", erklärte der Vorarlberger. "Rapid hat das dann sehr gut mit der Spielverlagerung und schnellen Seitenwechseln gemacht. Wir hatten dann zu wenig Zugriff. Wir waren auch nicht mehr so spritzig."

Ilsanker-Ausfall schmerzte

Besonders ärgerten Hütter die zwei Konter von Rapid, die zum 1:3 und 2:3 führten. Dann bekam Salzburg noch weitere Probleme. Stefan Ilsanker musste vom Feld. Nachdem mit Martin Hinteregger und André Ramalho zwei defensive Stammspieler gesperrt waren, musste der Coach improvisieren. Lukas Gugganig, der sein erstes Bundesliga-Spiel absolvierte, wurde eingewechselt. In der Nachspielzeit erzielte Philipp Prosenik dann nach einem Gestocher im Strafraum den umjubelten Ausgleich.
 





Danke für eure Genesungswünsche.Mir geht's schon wieder etwas besser.Nach dem Zusammenstoß habe ich gedacht, dass ich...
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"Rapid gegen Salzburg schreibt immer eigene Geschichten", so Sabitzer. "Über 90 Minuten geht das Unentschieden in Ordnung", resümierte Hütter. "Der Punkt kann noch sehr wichtig werden. Wir wollten heute einen großen Schritt im Titelkampf machen, es ist aber nur ein halber geworden."

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