Matthäus-Abrechnung mit DFB: "Es stimmt nicht mehr"

Lothar Matthäus
Lothar MatthäusImago Images
Keine Spur von Weihnachtsfrieden im deutschen Fußball. Rekord-Teamspieler Lothar Matthäus teilte nun gegen Coach Jogi Löw und den DFB aus. 

Erst Anfang Dezember hat der deutsche Teamchef eine Galgenfrist bis zur EM-Endrunde 2021 erhalten. Für Matthäus ein Fehler, der auch dem DFB-Vorstand den Kopf kosten könnte. 

"Koffer packen"

"Wenn die EM nicht so verläuft, wie wir es uns wünschen und wie wir es angesichts der Spieler auch erwarten können, dann müsste nicht nur Löw den Koffer packen, sondern alle, die entschieden haben, dass er bleiben soll", deutete der 59-Jährige in der "Süddeutschen Zeitung" auch Konsequenzen für die DFB-Führungsriege an. "Dann müssten die ebenfalls die Konsequenzen tragen", so Matthäus weiter. 

An ein EM-Wunder glaubt Matthäus jedenfalls nicht. "Wenn ich die Gesamtsituation betrachte oder mich an die Spiele davor erinnere, die man über die Zeit gerettet oder in denen man im letzten Moment noch ein Gegentor bekommen hatte. Wenn ich mir all das anschaue, dann stelle ich fest: Es stimmt nicht mehr." 

Löw in der Kritik

Die Ursache allen Übels sei aber weiterhin der Bundestrainer. Löws Ansprachen seien nicht mehr so, wie in der Vergangenheit. "Seine Antworten klingen ein bisschen nach: ,Lasst mich nur machen - ihr anderen habt keine Ahnung!´ Und dann diese Teilnahmslosigkeit auf der Bank, vor allem gegen Spanien", schüttelte der 59-Jährige den Kopf. 

Löw nach der vergeigten WM 2018 eine zweite Chance zu geben, sei nachvollziehbar gewesen. Nun sei allerdings "der Glaube der Fans verloren gegangen. Und ich glaube, der DFB unterschätzt das."

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