Mediterrane Hurricanes bahnen sich in Europa an

Anfang nächster Woche könnten subtropische und tropische Tiefdruckgebiete im Mittelmeerraum für heftige Stürme sorgen. Besonders die Balearen sind gefährdet.

Der Winter ist im Mittelmeerraum nicht sonderlich angenehm. Und dabei geht es gar nicht um die Temperaturen, die es einem unmöglich machen ins Wasser zu springen. Viel mehr geht es um Tiefdruckgebiete. Diese entstehen nicht nur wegen der Lage, sondern auch wegen den angrenzenden Gebirgsketten.

Ibiza und Mallorca betroffen

Das führt dazu, dass es öfters stürmisch wird. Diese Stürme haben auch einen Namen: Medicanes – zusammengesetzt aus den Wörtern "mediterran" und "Hurricane". Doch eine kleine Entwarnung gibt es bereits vorab: Nur selten erreichen die Stürme die Stärke von einem Hurrikan der Kategorie 1.

Am kommenden Wochenende braut sich über den Balearen eben so ein Tiefdruckgebiet zusammen. Derzeit deutet alles sogar auf einen kräftigen Medicane hin. Besonders betroffen wären laut aktuellem Stand die Inseln Mallorca oder Ibiza.

Hier der Medicane "Zorba", der Ende 2018 Griechenland traf

In Zukunft stärke Stürme

Ein Medicane bringt meist mehrere Hundert Liter pro Quadratmeter mit sich. Damit ist nicht nur mit Überschwemmungen, sondern auch mit Erdrutschen und Murenabängen zu rechnen. Durch die Orkanböen kommt es häufig auch zu meterhohen Wellen.

Experten rechnen aufgrund des Klimawandels zwar nicht mit mehr, dafür mit intensiveren Medicanen. Die Stürme beziehen ihre Energie nämlich aus dem Wasser. Durch sehr warme Sommer, bleiben auch die Meere länger warm. Das führt dazu, dass die Regenmengen größer werden und die Stürme ausdauernder, weil sie so länger zirkulieren können.

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