Ministerielle Chaostage bei Lehrer-Verhandlungen

29 Runden, 29-mal nachsitzen. "Es ist kein großer Wurf mehr möglich", sagte Lehrervertreter Kimberger am Mittwoch. Die SP-Ministerinnen Schmied und Heinisch sind optimistischer: Am Freitag will man sich einigen. Doch jetzt bremst Finanzministerin Fekter (VP).
29 Runden, 29-mal nachsitzen. "Es ist kein großer Wurf mehr möglich", sagte Lehrervertreter Kimberger am Mittwoch. Die SPMinisterinnen Schmied und Heinisch sind optimistischer: Am Freitag will man sich einigen. Doch jetzt bremst Finanzministerin Fekter (VP).

Jetzt wächst nicht nur die Kluft zwischen Lehrern und Regierung – auch innerhalb der Ministerinnen-Riege herrscht Spannung. Vor der ingesamt bereits 29. Verhandlungsrunde am Mittwoch hatte Beamtenministerin Heinisch-Hosek noch verkündet, dass man sich mit Fekter auf einen gemeinsamen Regierungsvorschlag geeinigt habe.

"Nein, das gab es leider nicht", sagte Fekter nachher. Das SPÖ-Papier habe sie erst in der Früh erhalten, jetzt müssten die Kosten berechnet werden. Zuvor kündigte noch Fekter selbst an, einen eigenen VP-Vorschlag vorlegen zu wollen. Eine 30. Runde wurde für Freitag anberaumt. Bis dahin prüfen Gewerkschaft und Finanzministerium den nachgebesserten Entwurf.

Details:

? Weniger Unterricht, mehr Betreuung: Lehrer sollen 24 Stunden pro Woche anwesend sein. Zur Anwesenheitsverpflichtung zählt neben Unterricht aber auch Schülerberatung außerhalb der Klasse.

? Gehalt: Die Gewerkschaft kann dem einheitlichen Anfangsgehalt von 2.400  zustimmen, zumindest für ein paar Jahre soll danach aber nach Schulformen differenziert werden.

Erich Nuler
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