Mit der SMS "neue Voicemail" wird dein Handy gehackt

Viele Handynutzerinnen und -nutzer erhalten derzeit ein SMS, das sie über eine angeblich neue Sprachnachricht informiert. Dahinter steckt eine Falle.

Wenn man dieses SMS erhält, sollte man besser nicht auf den mitgelieferten Link klicken. In der Nachricht wird einem vorgegaukelt, dass man eine neue Sprachnachricht erhalten hat. Die Botschaft ist entsprechend kurz: "Neue Voicemail: https://asmip.org.br/k/?jsdh43gd". Achtung: Der Link kann variieren. Folgt man der Adresse, hört man jedoch nicht eine Sprachnachricht, sondern wird mit einer Schadsoftware infiziert.

Derzeit warnt sogar die Polizei vor der Masche. Über den Link verbreitet sich der Trojaner Flubot, erklärt die Kantonspolizei Zürich. Besonders fies: Ist die Schadsoftware erst einmal auf dem Handy installiert, so können die Betrüger die Kontrolle über das Gerät übernehmen. "Sie senden dann auf Kosten ihrer Opfer eine große Anzahl SMS an weitere potenzielle Opfer. Dazu nutzen sie die hinterlegten Nummern aus dem Adressbuch", erklärt die Polizei.

Klaut Kreditkartendaten

Die Betrüger haben auch finanzielle Absichten. Sie haben es nämlich auf das Geld ihrer Opfer abgesehen. So sind Fälle bekannt, dass vom gekaperten Smartphone aus kostenpflichtige Premiumnummern angeschrieben wurden. Zudem versucht die Schadsoftware Flubot die Kreditkartendaten und Logins für die Krypto-Dienste Binance, Coinbase oder vom Mail-Dienst Gmail abzufangen.

Mehr als 30 betroffene Personen haben bereits bei der Polizei gemeldet. Im Visier sind laut den Angaben der Polizei nur Nutzerinnen und -nutzer von Android-Smartphones. Wenn man das obige SMS erhält, soll man es sofort löschen. Hat man bereits auf den Link getippt und dann die schädliche App installiert, so soll man das Smartphone laut der Polizei auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

Angriff per WhatsApp

Es kommt immer wieder vor, dass Betrüger versuchen an die Daten von Handynutzerinnen und -nutzern zu kommen. Anfang Jahr gab es hierzulande zahlreiche Angriffe, wobei Cyberkriminelle versucht haben Whatsapp-Konten zu kapern. Die betroffenen Personen erhielten eine WhatsApp-Nachricht von ihnen bekannten Kontakten. Darin hieß es, dass der Kontakt versehentlich per SMS einen Code an die Nummer des Opfers geschickt habe.

Es wurde gebeten, den Code, sobald dieser angekommen ist, zurückzuschicken. Tatsächlich handelt es sich bei der Zahlenfolge aber um den Verifizierungscode für das WhatsApp-Profil des Betroffenen. Leitet die Person den Code weiter, erhalten die Hacker Zugriff auf das Konto und können den eigentlichen Besitzer ausloggen.

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