Mit diesem Rezept erreichst du alles, was du willst

Ein selbstbestimmtes Leben führen? In ihrem Buch "Weil ich alles sein kann, was ich will" gibt Gabriele Wimmler Tipps dafür.
Ein selbstbestimmtes Leben führen? In ihrem Buch "Weil ich alles sein kann, was ich will" gibt Gabriele Wimmler Tipps dafür.istock
Es ist Zeit einen neuen Job oder gleich ein ganz neues Leben? Das Buch "Weil ich alles sein kann, was ich will" von Gabriele Wimmler hilft dabei.

Bin ich wirklich Glücklich? Ist es das, was ich möchte? Die Corona-Krisa gab vielen zum Anlass, sich mit ihren Erwartungen an das Leben aueinanderzusetzen und aus alten Mustern vielleicht sogar auszubrechen. Eine Hilfestellung dabei könnte das neue Buch "Weil ich alles sein kann, was ich will" von der österreichischen Mentaltrainerin Gabriele Wimmler sein.

Die Expertin für Persönlichkeitsentwicklung gibt darin Tipps, wie man seine Gedanken steuern und lenken lernen kann, wie man ein selbstbestimmtes Leben führt und gibt eine Antwort auf die Frage: Was ist der Schlüssel zu mehr Selbstvertrauen, Lebensfreude und Erfolg? Ausgeschmückt und anschaulich erklärt - auch anhand von persönlichen Beispielen. Aber kann man wirklich durch eigene Überzeugung Prinzessin werden? Wir haben bei der Autorin nachgefragt:

Ihr Buch trägt den Titel „Weil ich alles sein kann, was ich will“. Versprechen Sie damit nicht ein wenig zu viel?

Nein, ganz im Gegenteil. Mein Buch richtet sich an all jene Menschen, die ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben führen möchten. Ich möchte den Menschen Mut machen groß zu denken, denn wie der Titel des Buches schon sagt: Wir können alles sein, was wir wollen. Das Hadern über verpasste Chancen und Enttäuschungen stellen oft unüberwindbare Barrieren auf dem Weg der persönlichen Entwicklung und Entfaltung dar. Wir selbst haben die Wahl und können weiterhin die passive Opferrolle wählen oder uns dazu entscheiden, aktiv zu werden und Stabilität zu finden. Glück und Erfolg sind kein Zufallsprodukt, sondern eine bewusste Entscheidung und mit Tun verbunden.

Wie werde ich nun - überspitzt gesagt - Prinzessin?

Also das mit der Prinzessin ist so eine Sache. (lacht) Aber ich empfehle tatsächlich in meinen Trainings und Coachings, dass es höchste Zeit wird, dass wir unseren Thron wieder einnehmen und da geht es vor allem um die wertschätzende Beziehung zum wichtigsten Menschen in unserem Leben - zu uns selbst. Erkläre Dich zur wichtigsten Person in Deinem Leben und behandle Dich auch so. Mit dieser Entscheidung ist der erste und somit wichtigste Schritt getan. Viel zu häufig delegieren wir diese Aufgabe an unser Umfeld, an Eltern, Partner, Chef oder Kollegen. NIEMAND außer WIR Selbst sind für unser Lebensglück verantwortlich. Wenn wir das erkennen und für uns selbst in bestem Maße sorgen und es uns gut gehen lassen ist das der erste und entscheidende Schritt aus der Abhängigkeit von anderen in die Eigenverantwortung.

Wie sollen andere dich mögen und wertschätzen, wenn du es selbst nicht schaffst?

Was ist das wichtigste Rezept für Glück, Zufriedenheit und Erfolg?

Die klare Antwort lautet hier: Nimm die Verantwortung für eine erfolgreiches, glückliches Leben selbst in die Hand. Bist du bereit, eine neue Entscheidung für dich und deine Einzigartigkeit zu treffen? Für dich und deine Bedürfnisse einzustehen und die volle Verantwortung für deine Lebensumstände zu übernehmen? Wie sollen andere dich mögen und wertschätzen, wenn du es selbst nicht schaffst? Es ist also höchste Zeit damit anzufangen, denn nur eine Person kann dir das Gefühl vermitteln, etwas Besonderes zu sein, du SELBST! Werde jeden Tag ein Stück stolzer auf dich und sei die beste Version deiner selbst. Zeige dir diese Wertschätzung in vielen kleinen Gesten. Führe ein Erfolgstagebuch und notiere alles, worauf du in Ihrem Leben stolz bist und was du schon alles bewältigt hast.

5 Selbstwert-Booster Tipps von Gabriele Wimmler

Laut ihrem Buch hängt viel von der eigenen Überzeugungskraft ab, die gelernt werden muss. Warum besitzen viele diese nicht von Haus aus?

Weil die meisten Menschen bereits in der Kindheit oder Jugend mit negativen Glaubenssätzen, wie zum Beispiel „Nimm dich nicht so wichtig“ oder „wer bist du denn schon“, im wahrsten Sinne programmiert wurden. Unser Denken, Verhalten und Handeln wird vorwiegend aus unserem Unterbewusstsein gesteuert und das kennt keine Bewertung. Wir gehen wie ein „wandelnder Sendeturm“ durch das Leben und ziehen genau das an, was wir aussenden. Das funktioniert im Positiven wie im Negativen. Ich verwende als Beispiel hier gerne die Metapher des „Graue-Maus-Senders“. Wenn du eine negative Frequenz, wie „Nimm dich nicht so wichtig“ ausschickst, wird dir das Leben diese Einstellung immer bestätigten. Deshalb ist es enorm wichtig, dich selbst sehr wichtig zu nehmen und vom „Graue-Maus-Sender“ auf „Diamanten-Sender“ umzuschalten. Dieser schickt die Frequenz „ich bin einzigartig und wertvoll“ aus. Diese Gedanken erzeugen gute Gefühle und führen zu einem strahlenden Selbstbild. Du hast also jeden Tag neu die Wahl, ob du den Diamanten-Sender oder den Graue-Maus-Sender einstellst, denn deine Gedanken von heute sind die Wirklichkeit von morgen.

Körpersprache nennen Sie als wichtigen Erfolgsfaktor. Welche Gestik sollte unbedingt gemieden werden?

Die Körpersprache ist das sichtbare Äußere und drückt aus, wie wir uns fühlen. Der Mund kann lügen, der Körper jedoch nicht. Wir sollten vermeiden mit hängenden Schultern durch das Leben zu gehen, denn diese Haltung lässt auf einen niedrigen Selbstwert schließen. Ebenso ist wichtig in einem Gespräch die Hände nicht zu verschränken und vor allem sollten wir „hängende Mundwinkel“ vermeiden und die Menschen in unserem Umfeld mit einem Lächeln beschenken, denn die, die selbst keines haben, brauchen es am Dringendsten.

Viele lassen sich gerne von Veränderungen abhalten, sei es eine finanzielle Sicherheit, eine Lebenssituation, die Verantwortung für ein Kind, die Angst vor dem Nichts. Wann ist der richtige Zeitpunkt für Veränderungen?

Der beste Zeitpunkt ist dann, wenn wir fühlen, dass sich unsere Lebensbereiche nicht mehr stimmig anfühlen. Viele Menschen wurden durch den „Stillstand“ gezwungen, sich mit ihrem Leben auseinander zu setzen und Veränderungen vorzunehmen. Es besteht die einmalige Chance, alle Lebensbereiche auf den Prüfstand zu stellen und sich zu fragen: „Lebe ich das Leben, dass ich leben will? Fühlt sich meine Partnerschaft noch stimmig an und macht mir mein Job noch Freude? Ist die Wohnsituation noch stimmig für mich? Veränderung ist für die meisten Menschen mit Angst besetzt. Machen wir uns doch die Natur zum Vorbild – der Baum im Herbst, der seine Blätter loslässt hat keine Angst, dass im Frühling nicht wieder neue und saftige Blätter nachkommen. Veränderung ist etwas Positives und birgt die Kraft für Neues.

Sie halten allerdings nichts von dem „Positiv-denken-Trend“, warum?

Weil ich immer wieder die Erfahrung gemacht habe, dass dieses „Ich-muss-positive-denken“ den Menschen einen enormen Druck macht. Und wie wir gerade gemerkt haben, verläuft das Leben nicht immer positiv. Positiv denken bedeutet für mich nicht mit der „Rosabrille“ durch das Leben zu gehen und alles „schön zu reden“. Zu viele Menschen haben dadurch „negative Emotionen“ wie Wut, Angst, Schmerz, Trauer etc. verdrängt und das ist nicht gesund. Es geht viel mehr darum, an Herausforderungen zu wachsen und Dinge sowie Situationen anzunehmen, wie sie sind und immer das beste daraus zu machen. Wir können die äußeren Umstände nicht immer verändern, wir haben jedoch immer die freie Wahl, wie wir darauf reagieren.

Kann es nicht auch passieren, dass ein Wunsch nicht in Erfüllung geht oder ein Ziel einfach nicht erreicht wird?

Es ist wichtig, dass wir unsere Ziele mit der entsprechenden Portion Selbstdisziplin, Mut und auch Willenskraft verfolgen. Ich möchte jedoch auffordern, nicht zu krampfhaft ein Ziel zu verfolgen und auf die „Sprache der Lebensumstände“ zu achten, denn wenn eine Tür nicht aufgeht, dann ist es nicht deine. Und umgekehrt, wenn sie aufgeht, dann ist es deine. Viele verfolgen hartnäckig ein Ziel und merken gar nicht, dass das Leben etwas anderes mit ihnen vor hat. Wenn also nicht eintritt, was du geplant hast oder du dir wünscht, dann gehört es nicht zu dir und es wartet noch etwas Besseres auf dich. Diese Grundhaltung erfordert jedoch viel Vertrauen, denn viele Menschen können nicht daran glauben, dass das Leben immer das Beste für sie bereit hält und dass sie nur das Beste verdient haben.

"Weil ich alles sein kann, was ich will" (200 Seiten, erschienen im Goldegg-Verlag, 19,95 Euro) von der österreichischen Mentaltrainerin Gabriele Wimmler.
"Weil ich alles sein kann, was ich will" (200 Seiten, erschienen im Goldegg-Verlag, 19,95 Euro) von der österreichischen Mentaltrainerin Gabriele Wimmler.Gabriele Wimmler
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