Mongee-Bananen kann man mit der Schale essen

Darauf hat die Menschheit gewartet (oder auch nicht): In Japan werden jetzt Bananen verkauft, die nicht mehr geschält werden müssen.

Zugegeben, eine Banane zu schälen, gehört jetzt nicht zu den größten Herausforderungen des täglichen Lebens. Trotzdem wäre es manchmal schön, einfach nach Herzenslust in eine ungeschälte Banane beissen zu können. Das haben sich auch einige findige Obstbauern aus Japan gedacht und die Mongee-Banane erschaffen, bei der die Schale mitgegessen werden kann.

Sie haben zu diesem Zweck eine Methode namens "Gefrieren-Tauen-Aufwecken" entwickelt. Dabei werden Bananensetzlinge auf minus 60°C heruntergekühlt und danach wieder eingepflanzt und aufgetaut. Das Verfahren soll einen uralten Teil der Bananen-DNA aus der Eiszeit reaktivieren. Das ermöglicht es nicht nur, dass die Bananen im kühlen japanischen Klima gedeihen, sondern beschleunigt auch deren Entwicklung. Dadurch ist die Frucht reif, bevor sich die Schale vollständig entwickeln konnte.

Vollreif am besten

Das Resultat ist eine Frucht, die deutlich süßer ist. Sie enthält statt durchschnittlich 18,3 Gramm Zucker ganze 24,8 Gramm. Laut der japanischen News-Website Sora News 24, die die Mongee-Banane testen konnte, schmeckt die Frucht intensiver, fast wie eine Ananas. Am besten schmeckt sie, wenn sie so reif ist, dass sich erste braune Flecken auf der Schale bilden.

Laut der Sora News 24 ist die Schale viel dünner als bei normalen Bananen und einfach zu kauen. Allerdings ist sie immer noch leicht bitter, weshalb sie, für sich alleine, nicht besonders fein ist. Zusammen mit dem Fruchtfleisch gegessen sei die Schale aber ganz okay. Der Produzent, D&T Farms aus der Präfektur Okayama, empfiehlt, die Banane in Scheiben zu schneiden und so zu genießen.

Exklusives Vergnügen

Laut D&T Farms enthält die Bananenschale allerlei wichtige Nährstoffe wie Vitamin B6, Magnesium und Tryptophan, das im menschlichen Körper zu Serotonin umgewandelt wird. Das soll die Stimmung heben. Dafür muss man aber zuerst einmal eine solche Banane in die Hände bekommen.

Denn pro Woche gibt es gerade einmal zehn davon zu kaufen. Und das nur in der Lebensmittelabteilung des Warenhauses Tenmanya in Okayama. Und zwar für umgerechnet 5,55 Franken pro Stück. Damit ist die Mongee-Banane noch ein gutes Stück davon entfernt, zum Maßenprodukt zu werden. Doch ein Anfang ist zumindest schon einmal gemacht. (Red)

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