"Neos Linz ist aus meiner Sicht erledigt". Das sagte Lorenz Potocnik nach seinem Rauswurf bei den Pinken im März. Wie berichtet wurden Potocnik und Elisabeth Leitner-Rauchdobler aus der Partei ausgeschlossen. Das beschloss der Bundesvorstand der Neos in Wien.
Grund für Potocniks Rauswurf waren finanzielle Unregelmäßigkeiten (die dieser bestreitet). Leitner-Rauchdobler wiederum soll diese Unregelmäßigkeiten an die Öffentlichkeit gebracht haben, so die Partei geschädigt haben.
Das Problem der Neos ist jetzt: Der Parteirauswurf hat keine Auswirkungen auf den aktuellen Gemeinderat. Da sitzen Potocnik und Leitner-Rauchdobler weiterhin in der Neos-Fraktion. Und zwar so lange, bis sich nach der Wahl im Herbst der neue Gemeinderat konstituiert hat.
Dadurch könnte jetzt eine interessante Konstellation entstehen: Potocnik überlegt ja, mit einer eigenen Liste anzutreten. Wenn er dabei für sich selbst und seine Tätigkeit die Werbetrommel rühren will, steht ihm dafür Geld der Neos-Fraktion zur Verfügung. Heißt: Potocnik könnte rein theoretisch mit Neos-Geld Wahlkampf für seine eigene Liste machen.
Die Neos-Bundespartei müsste dann wohl selbst in die Tasche greifen, um den Wahlkampf der eigenen Kandidaten gegen Potocnik zu finanzieren.