Münchner Amoklauf: Waffenhändler gesteht

Jener Waffenhändler, der dem Münchner Amokläufer David S., die spätere Tatwaffe verkaufte, muss sich heute vor Gericht verantworten. Er zeigt ist geständig.

Der 18-jährige David S. hatte am 22. Juli 2016 am Münchner Olympia-Einkaufszentrum das Feuer eröffnet und wild um sich geschossen. Neun Menschen starben, später tötete er sich mit der Waffe selbst.

Knapp ein Jahr später steht jener Mann vor dem Landesgericht in München, der David S. die spätere Tatwaffe verkauft. Nach Auffassung der Anklage ermöglichte der Waffenhändler erst den Amoklauf.

Geständnis in Ich-Form

Zu Beginn des Prozess zeigt sich der 32-Jährige geständig. Sein Anwalt verlas sein Geständnis, das in der Ich-Form geschrieben wurde. Der Waffenhändler hat sich entschuldigt und sämtliche Waffenkäufe- und verkäufe zugegeben, berichtet "Focus Online".

Staatsanwalt Florian Weinzierl erklärte beim Prozessauftakt, dass der Angeklagte dem 18-Jährigen die Tatwaffe Glock 17 und mindestens 450 Schuss Munition verkauft hat.

"Diese Tat des David S. ermöglichte der Angeschuldigte durch den Verkauf der Tatwaffe Glock 17 und der entsprechenden Munition", wird Weinzierl in dem Bericht zitiert.

Fahrlässige Tötung und illegaler Waffenhandel



Der 32-Jährige muss sich nun vor dem Gericht wegen fahrlässiger Tötung und illegalen Waffenhandels verantworten. Dem Angeklagten droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Der Amoklauf in München sorgte letztes Jahr für internationale Schlagzeilen. Viele Menschen forderten anschließend ein strengeres Waffengesetz.



(wil)

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