Mysteriöses Computer-Problem legt Hubble-Teleskop lahm

Seit einigen Tagen ist der Rechner des Weltraumteleskops der NASA offline. Niemand weiß, wo das Problem genau liegt.

Das Hubble-Weltraumteleskop hat das Sterben und die Geburt von Sternen beobachtet, neue Himmelskörper entdeckt und damit einen großen Beitrag zur Weltraumforschung geleistet. Seit einigen Tagen ist das Teleskop allerdings außer Betrieb – und niemand weiß wirklich, woran das liegt.

Das Problem begann, als der Computer, der für den Betrieb des Weltraumteleskops von Nöten ist, auf einmal den Geist aufgab, wie "Business Insider" berichtet. Der Rechner war dafür verantwortlich, alle wissenschaftlichen Instrumente zu steuern, weshalb das Teleskop ohne den Computer seine Arbeit nicht mehr durchführen kann.

Backup erfolglos

Sogleich haben sich Ingenieure der NASA an die Arbeit gemacht, den Ursprung des Problems herauszufinden. Gelungen ist ihnen dies bis jetzt allerdings noch nicht. Auch ein Neustart, der am 14. Juni durchgeführt wurde, konnte das Problem nicht lösen.

Nach ersten Erkenntnissen der Experten könnte es sich um ein Problem am Speichermodul des Rechners handeln. Dieses weist nämlich Abnutzungs-Spuren auf. Aber auch als ein Backup-Computer angeschlossen und hochgefahren wurde, zeigte sich das Problem erneut und blieb auch nach mehreren Versuchen mit aktualisiertem Modul und neuem Backup nach wie vor bestehen.

Wie das Hubble-Team mitteilt, werden nun weitere Tests durchgeführt, um den Ursprung der Fehlermeldung weiter zu isolieren. Die wissenschaftlichen Instrumente befinden sich solange in einem Zustand, der einem Winterschlaf ähnelt. Die NASA versichert, dass sich alle Teile des Teleskops in guter Kondition befänden und dass es wieder einsatzbereit sei, sobald das mysteriöse Computerproblem behoben werden kann.

Wartungs-Missionen

Es ist nicht das erste Mal, dass das Hubble-Weltraumteleskop mit Problemen kämpft. Tatsächlich mussten Astronauten das Teleskop im Orbit der Erde bereits fünfmal aufsuchen, um Probleme zu beheben oder veraltete Teile durch neue zu ersetzen. So etwa 1999 als der Schweizer Astronaut Claude Nicollier in einem Außeneinsatz neue Instrumente am Weltraumteleskop anbrachte. Zum letzten Mal kam es im Jahr 2009 zu einer Wartungsmission.

Durch Wartungen wie diese ist es möglich, das Weltraumteleskop, das bereits seit 30 Jahren im Einsatz ist, immer wieder upzudaten und auf dem neuesten Stand zu halten. Beim aktuellen Problem sei es jedoch nicht wahrscheinlich, dass Astronauten losgeschickt werden müssen, so die NASA. Das Problem könne durch den Backup-Computer geregelt werden.

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