Das ist Kasachstans neuer "Übergangs"-Präsident

Am Mittwoch wurde Interimspräsident Kassim-Jomart Tokajew ins Amt eingeführt. Er hat bereits jetzt große Pläne - er möchte die Hauptstadt umbenennen.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Kasachstans langjährigem autoritärem Präsidenten Nursultan Nasarbajew will der am Mittwoch angelobte Interimspräsident (also jener, der in der aktuellen Übergangszeit regiert) die kasachische Hauptstadt Astana umbenennen. Dabei schwebt ihm der neue Name "Nursultan" vor.

Bereits 1997 hatte Astana, was übersetzt schlicht "Hauptstadt" bedeutet, Almaty als die Landeshauptstadt abgelöst. Bei der Amtseinführung von Tokajew wurde Nursultan mit minutenlangem Applaus verabschiedet.

Sein Nachfolger sieht ihn als visionären Reformer. Auch in Zukunft werde dessen Meinung "spezielle Priorität" bei wichtigen Entscheidungen haben. Nasarbajews Einfluss ist tatsächlich unbestritten: Ihm kommen der lebenslange Posten als Vorsitzender des staatlichen Sicherheitsrates und sein Titel als "Führer der Nation" zu.

Tokajew war bisher als Senatsvorsitzender der zweitmächtigste Mann im Land gewesen. Schon zu Sowjetzeiten begann der Politiker seine Karriere im zentralasiatischen Land. Zweimal war er kasachischer Außenminister. Das Amt des Präsidenten hat er allerdings nur bis zur Wahl 2020 inne. Nach Einschätzungen von Menschenrechtsgruppen gibt es in Kasachstan jedoch keine nennenswerte Oppostition - ebenso wenig, wie eine Zivilgesellschaft oder freie Medien.

(rfr)

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