Neue Studie: Masern-Impfung kann mehr

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"Impfen" ist ein heißes Thema in Österreich. Ist eine Masern-Impfung ratsam oder nicht? Darüber wird angesichts akuter Fälle leidenschaftlich gestritten. Die Masern-Impfung schützt wahrscheinlich indirekt auch jahrelang vor anderen Erkrankungen, wie jetzt eine Studie zeigt.

"Impfen" ist ein heißes Thema in Österreich. Ist eine Masern-Impfung ratsam oder nicht? Darüber wird angesichts akuter Fälle leidenschaftlich gestritten. Die Masern-Impfung schützt wahrscheinlich indirekt auch jahrelang vor anderen Erkrankungen, wie jetzt eine Studie zeigt.

Masern sind hochansteckend - und noch keineswegs besiegt. In Österreich gibt es immer wieder Infektionswellen, die Diskussion über den Sinn einer Impfung wird daher mit viel Leidenschaft geführt.

Nun liefert die Wissenschaft den Impfbefürwortern neue Argumente: Laut Forschern der Universität Princeton schützt eine Masern-Impfung wahrscheinlich indirekt auch jahrelang vor anderen Erkrankungen. Das zeigt jetzt eine neue Studie zur Kindersterblichkeit vor und nach Einführung der Impfung, berichten die Forscher im Fachmagazin "".

Die Einführung der Masern-Impfung vor rund 50 Jahren hatte zu einer Abnahme der Kindersterblichkeit geführt. Michael Mina und seine Kollegen analysierten Gesundheitsdaten aus England, Wales, Dänemark und den USA vor und nach der Einführung der Masern-Impfung.

Die Auswertung ergab, dass die Sterblichkeit durch andere Infektionen eng an das Vorkommen von Masern gekoppelt war - und zwar über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren nach einer Masern-Erkrankung. Die Masern-Impfung führe also nicht nur zu einer Herdenimmunität gegenüber diesem Virus, sondern auch gegenüber anderen Keimen, schlussfolgern die Forscher.

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