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Neue Studie: So tickt die Ernährung

Heute Redaktion
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Unser Hungergefühlt hängt nicht nur damit zusammen, wie viel wir zuletzt gegessen haben. Auch die bloße Erinnerung an eine große Mahlzeit macht uns satter. Zu diesem spannenden Ergebnis kamen nun Forscher der Universität Bristol. Doch was ist dran an der neuen Studie? Wir haben es für Sie herausgefunden.

Kann der bloße Gedanke an eine Riesenportion unseren Hunger stillen? Kognitive Manipulation zugunsten der Traumfigur - laut einer neuen Studie soll das jetzt möglich sein!

Das Forscherteam servierte den Teilnehmern einen Teller Tomatencremesuppe, wobei die Untersuchungsteilnehmer vor dem Test drei Stunden lang fasten mussten. Die Hälfe von ihnen bekam einen halben Liter Suppe, die andere nur 300 Mililiter. Bevor sie zu löffeln begannen, zeigte man ihnen Bilder von größeren und kleineren Suppenportionen.

Was die Teilnehmer nicht wussten: Durch einen unsichtbaren Schlauch am Boden des Tellers konnten die Forscher die Menge der Mahlzeit manipulieren. Auch der Teller selbst war so gebaut, dass man nicht erkennen konnte, wie viel Suppe sich tatsächlich darin verbirgt.

Durch den Ablauf der Studie wurden vier unterschiedliche Gruppen gebildet: eine, die viel Suppe zu sehen und zu essen bekam; eine, die viel Suppe zu sehen, aber wenig zu essen bekam; eine, die wenig Suppe zu sehen, aber viel zu essen bekam, und eine, die wenig Suppe zu sehen und wenig zu essen bekam.

Erstaunliches Ergebnis

Unmittelbar nach der Mahlzeit entsprach das Sättigungsgefühl dem normalen Hausverstand. Wer vil gegessen hatte, hatte auch dementsprechend weniger Hunger. Doch einige Stunden später wendete sich das Blatt. Nun wurde das gesehene Suppenbild wichtiger als die tatsächlich verspeiste Menge.

Jene Teilnehmer, die große Portionen gesehen hatten, gaben an weniger hungrig zu sein - vollkommen egal wie viel sie tatsächlich zuvor gegessen hatten. Offensichtlich hängt das Hungergefühl also sehr stark mit der Erinnerung an die zuletzt gegessene Speise zusammen.