Sport

Nibali erobert Gelb - Cavendish verletzt out

Heute Redaktion
Teilen

Vincenzo Nibali ist bei der Tour de France der neue Mann im Gelben Trikot. Auf der anspruchsvollen 2. Etappe über 201 km von York nach Sheffield setzte sich der Italiener nach einer erfolgreichen Attacke auf den letzten zwei Kilometern als Solist zwei Sekunden vor dem Belgier Greg van Avermaet durch. In der Gesamtwertung liegt Nibali nun zwei Sekunden vor dem ersten Verfolger, Peter Sagan (SVK).

Vorzeitig zu Ende war der Abstecher der Tour nach Großbritannien für Lokalmatador Mark Cavendish. Seit Tagen waren der Sprintstar und Vorjahressieger Chris Froome wie Popstars von den Radsport-begeisterten Briten gefeiert worden. Nach einem schweren Sturz auf der Zielgeraden der 1. Etappe konnte Cavendish am Sonntag aber nicht mehr antreten.

Der 25-fache Etappengewinner musste mit Bänderrissen in der Schulter und einer Schultereckgelenkssprengung aufgeben. "Ich hatte gehofft, dass die Schmerzen in der Nacht zurückgehen, aber das war nicht der Fall. Ich bin am Boden zerstört", sagte Cavendish.

Zwei Millionen Zuschauer

Grundsätzlich war die prächtige Stimmung auf der Insel durch den Ausfall aber nicht gestört. Alleine am Samstag waren nach Angaben der Polizei zwei Millionen Menschen auf den Beinen. Zum abschließenden Höhepunkt auf der britischen Insel kommt es am Montag, wenn die dritte Etappe vor dem Buckingham Palace in London endet.

Auf der 2. Etappe nach Sheffield musste der deutsche Vortagessieger Marcel Kittel das "Maillot Jaune" erwartungsgemäß wieder abgeben. Die Topfahrer um Froome und den Spanier Alberto Contador fuhren im Finale mit vollem Einsatz, weil es um wertvolle Sekunden im Gesamtklassement ging. Nibali wurde für seine Attacke schließlich belohnt. Der Astana-Profi konnte das Feld noch auf Distanz halten. Kittel kam wie der Steirer Bernhard Eisel mit knapp 20 Minuten Rückstand im Ziel an.

"Die letzten eineinhalb Kilometer haben sich wirklich lang angefühlt", sagte Nibali nach getaner Arbeit. Froome und Contador liegen wie Sagan nun zwei Sekunden hinter dem Giro-Sieger von 2013. "Das war eine Gelegenheit, unsere Stärke zu testen", meinte Contador.

APA