Nicht in Venedig – hier waren Delfine wirklich

Kaum sind die Menschen in Quarantäne, kommen die Delfine zurück. Auch "Heute" hatte die frohe Botschaft geteilt. Stimmt so aber nicht ganz, wie man nun weiß.

"Venedig ohne Touristen - Tiere und Natur atmen auf "- lautete die Schlagzeile bei "Heute". Mit Bildern von klaren Kanälen in Venedig, Fischen, Schwänen - und dem Video von einem Delfin, welches angeblich in Venedig aufgenommen wurde. Die frohe Botschaft verbreitete sich im wie ein Lauffeuer im Netz. Wie sich herausstellt, ist die Meldung ein fake. Genau wie das Krokodil (auf das "Heute" im Gegensatz zu den Delfinen zumindest nicht reingefallen ist).

Keine Delfine in Venedig, zumindest nicht jetzt

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Wie "National Geographic" berichtet, wurden die Bilder nicht in Venedig aufgenommen, sondern über 600 Kilometer entfernt, in einem Hafen auf Sardinien. Im Mittelmeer sind die drei Delfinarten der "gewöhnliche Delfin", der "Streifen-Delfin" und der "Große Tümmler" weit verbreitet und keine Seltenheit.

Durch den "Canale Grande" schwimmen die Grossen Tümmler nicht. Allerdings lassen sie sich tatsächlich ab und zu in der Lagune von Venedig blicken, um Fische zu jagen oder von Fischerbooten zu ergattern. Das Forschungsprojekt "Dolphin Biology and Conservation" untersucht das Vorkommen des "großen Tümmlers" im Mittelmeer und konnte an der gesamten Küste von Venetien schon 450 verschiedene Individuen identifizieren, wie "Tierwelt" berichtet.

Und die Schwäne?

Apropos keine Seltenheit. Die Schwäne auf den Bildern entpuppen sich ebenfalls als zumindest halb wahr. Sie scheinen zwar im Großraum Venedig aufgenommen worden zu sein, sind allerdings keine Ausnahmeerscheinung der Corona-Pandemie. Die Tiere lassen sich laut "National Geographic" regelmäßig in den Kanälen von Burano blicken.

"In Zeiten wie diesen sehnen wir uns nach guten Nachrichten", heißt es von der Meeresschutzorganisation Ocean Care gegenüber "Tierwelt online". Man solle bei solchen Meldungen aber "vorsichtig sein.", so Ocean Care.

Andere Tiere haben tatsächlich in menschenleeren Städten vorbeigeschaut. Und die vom Aussterben bedrohten Karett-Schildkröten konnten in der Tat dank menschenleerer Strände in Brasilien zu Hunderten ungestört schlüpfen und ins offene Meer schwimmen.

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