Nicht topfit, aber Mama Clijsters gibt Comeback

Kim Clijsters gibt nach siebeneinhalb Jahren ein Comeback auf der Tennis-Tour.
Kim Clijsters gibt nach siebeneinhalb Jahren ein Comeback auf der Tennis-Tour.Bild: picturedesk.com
Nach mehr als sieben Jahren gibt die dreifache Mutter Kim Clijsters heute ein Comeback im Profi-Tennis. Die Zweifel der Skeptiker sind groß.

Vier Grand-Slam-Titel, 20 Wochen an der Spitze der Tennis-Welt – die Belgierin Kim Clijsters war eine der prägenden Figuren auf der WTA-Tour.

Heute bekommen die Tennis-Fans einer ihrer beliebtesten Spielerin zurück. Nach siebeneinhalb Jahren (!) Pause feiert Clijsters beim WTA-Turnier in Dubai ihr Comeback.

Es könnte ein Kurz-Auftritt werden. Denn die 36-Jährige trifft zum Auftakt auf die Spanierin Garbine Muguruza, zuletzt Finalistin bei den Australian Open.

Macht das Comeback Sinn?

Macht dieses Comeback Sinn? Das fragen sich viele Tennis-Fans rund um die Welt. Clijsters betont, dass es die Liebe zum Sport ist, die sie antreibt und zurückkehren lässt. "Ich liebe den Sport noch immer. Ich fühle mich nicht so, dass ich jemandem etwas beweisen muss. Es ist einfach eine Herausforderung für mich selbst."

Dass sie Comebacks kann, hat Clijsters schon einmal eindrucksvoll bewiesen. Bereits 2009 hatte sie mit 25 Jahren nach der Geburt ihrer Tochter Jada Elly ein Comeback gewagt. Damals lagen 26 Monate Pause hinter ihr, die Rückkehr geriet zum Triumphzug.

Sie gewann zweimal die US Open (2009 und 2010) sowie die Australian Open 2011. 29 Jahre nach der Australierin Evonne Goolagong hatte wieder eine Mutter ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Die Bilder gingen um die Welt.

Das jetzige Comeback steht unter ganz anderen Vorzeichen. Die Pause war ungleich länger. Am 29. August 2012 hatte Clijsters bei den US Open ihr letztes Match gespielt.

Bereits bei den Australian Open wollte Clijsters auf die Tour zurückkehren. Doch ihr Körper spielte nicht mit: Eine Knieverletzung stoppte sie.

Ihr früheres Wettkampfgewicht hat sie nicht

Bei ihrer Ankunft in Dubai machte Clijsters keinen topfitten Eindruck. Ihr Wettkampfgewicht hat sie nicht. Nicht nur deshalb sind die Zweifel an einem Erfolg von ihrer Mission groß. "Ich glaube, es wird hart. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie erfolgreich sein wird, aber sie kann mir gern das Gegenteil beweisen", sagt Caroline Wozniacki, die ihre Karriere bei den Australian Open gerade beendet hat.

Die Gründe für Wozniackis Zweifel liegen auf der Hand: "Tennis hat sich in den vergangenen siebeneinhalb Jahren verändert. Ich weiß, dass es nicht so einfach ist, wie es von außen aussieht", sagt die Dänin. "Alle Spielerinnen sind fitter und fitter geworden. Die neue Generation ist zumeist groß und sehr schnell. Dadurch ist das ganze Spiel schneller."

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