Niki Glattauer: Ab HEUTE endlich noch mehr Schule!

Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in "Heute".
Glattauer gibt Noten: Die Kolumne jeden Montag in "Heute".Bild: heute.at
Schuldirektor Niki Glattauer vergibt in seiner neuen Kolumne jeden Montag Schulnoten – mit kurzer verbaler Beurteilung.

Rund 1,2 Million Schüler, ebenso viele Eltern, 130.00 Lehrerinnen und Lehrer – das sind eine Menge Menschen. Kaum ein Thema also, das uns Österreichern mehr unter den Nägeln brennt, als die Schule. Gleich hinter den Fragen natürlich, wen Richard Lugner zum Opernball einlädt, wann wir Deutschland endlich wieder 3:2 schlagen und ob Florian Silbereisen nicht in Wahrheit doch … ;-)

Ab "Heute" also noch mehr Schule! Jeden Montag. Kurz und bündig, informativ, humorvoll, falls es das Thema zulässt. Und: Während andere zum Thema Schule gern viele Worte verlieren, wird es bei mir einfach Noten geben. Noten sind ja wieder in. Sagt die Regierung. Ich selber bin in diesem Punkt skeptisch. Und daher werde ich jede Note zumindest kurz erklären – quasi Note plus verbale Beurteilung.

Glattauer gibt Noten
Niki Glattauer ist seit 20 Jahren Lehrer in Wien, aktuell Direktor des "SZ-FIDS" in Meidling. Dazu hat er 13 Bücher geschrieben.
Jeden Montag vergibt er in einer Kolumne für "Heute" Schulnoten.

Alle seine Artikel finden Sie hier!

Was ich meine, an einem Beispiel: Ich könnte schreiben: "Herbstferien: sehr gut!" – und aus. Aber dann fragt man sich natürlich: WARUM jetzt "sehr gut"? Niemand kennt sich aus. Wie im Zeugnis. "Sehr gut" steht z. B. neben "Sport und Bewegung" da beim unsportlichsten Marc-Maximilian. Dabei weiß man als praktizierender Elternteil 1 oder 2 genau: Marc-Maximilian kommt kein Seil hoch, trifft keinen Ball, und Rolle ist eher eine Selbstbeschreibung als eine Übung. Warum also "sehr gut"? Weil er sich in "Bewegung und Sport" manchmal bewegt? Oder weil er Sport … schaut? Eben. Also Herbstferien mit kurzer verbaler Beurteilung.

Erstens haben unsere Kinder dann endlich so viel frei wie die meisten anderen Kinder in Europa. Mehr als 20 (!) Länder (z. B. Finnland) haben längere Sommerferien als wir. Zweitens, weil sich Eltern mehrerer Kinder nicht mehr mit schulautonom unterschiedlich freien Tagen herumplagen müssen. Drittens, weil Kinder UND Lehrerinnen (Männer höflich mitgemeint) Ende Oktober nach zwei Monaten nonstop Schulstress echt schon auf dem allerletzten Loch pfeifen.

Was halt leider nur die verstehen, die es betrifft: nämlich Schüler und Lehrer. Also, Herr Minister Faßmann, hier ein erstes …

Note: Sehr gut

Viele schreiben und reden über unsere Schulen, er kennt sie aus nächster Nähe – und wie. Niki Glattauer ist seit rund 20 Jahren Lehrer in Wien, aktuell Direktor des "SZ-FIDS" (Fachbereich Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik) in Meidling. Ihm kann keiner ein X für ein U vormachen. Dazu hat er 13 Bücher (etwa "Der engagierte Lehrer und seine Feinde") geschrieben, die meisten davon wurden Bestseller.

Umso mehr freut es uns, dass Glattauer ab heute jeden Montag in "Heute" Schulnoten vergibt. Seine erste Kolumne lesen Sie oben, sein Mitteilungsheft unter n.glattauer@heute.at

(Niki Glattauer)

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