Nokia streicht 10.000 Stellen weltweit

Bild: Frank Augstein (AP)

Der Verluste schreibende Handy-Riese Nokia will weltweit 10.000 Stellen streichen und rechnet in seiner Mobiltelefon-Sparte mit noch höheren Verlusten. Der Stellenabbau soll bis Ende 2013 umgesetzt sein, teilte der finnische Konzern am Donnerstag mit.

Der Verluste schreibende Handy-Riese Nokia will weltweit 10.000 Stellen streichen und rechnet in seiner Mobiltelefon-Sparte mit noch höheren Verlusten. Der Stellenabbau soll bis Ende 2013 umgesetzt sein, teilte der finnische Konzern am Donnerstag mit.

Zusätzlich würden Restrukturierungskosten von 1 Mrd. Euro anfallen. Denn: Nokia steckt in roten Zahlen fest und muss dringend die Kosten senken. In der Sparte "Devices und Services" werde die operative Marge im zweiten Quartal noch schlechter ausfallen als die minus 3 Prozent, die es im ersten Quartal gegeben habe.

Der Plan ist, den Fokus auf die neuen Smartphones der Marke Lumia und verwandte Angebote zu schärfen. Dafür gibt es die Kürzungen bei anderen Geschäftsbereichen.

Nokia hat die Entwicklung der intelligenten Multimediahandys verschlafen und für das erste Quartal katastrophale Zahlen vorgelegt: Der Konzern machte fast 1 Mrd. Euro Verlust, der Umsatz ging um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Erst vor kurzem hatte Nokia eingeräumt, nach 14 Jahren die Weltmarktführerschaft als Handy-Hersteller an Samsung verloren zu haben.

Nokia war lange Marktführer im Geschäft mit einfachen Handys und auch Computer-Handys, wurde aber von Apple mit seinem iPhone und vor allem Samsung überholt. Auch die Lumia-Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone erwischten im vergangenen Herbst einen mäßigen Start.

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