Olympia-Stars machen mit Unterwäsche-Bildern Mut

Kate Shortman und Isabelle Thorpe
Kate Shortman und Isabelle ThorpeInstagram
Vor den Sommerspielen in Tokio posieren Kate ­Shortman und Isabelle Thorpe in Unterwäsche. Die freizügigen Bilder haben einen ernsten Grund.

Die britischen Synchronschwimmerinnen nahmen vor den am Freitag beginnenden Olympischen Sommerspielen an einem Unterwasser-Shooting für Damen-Unterwäsche teil. Damit wollen sie nicht nur Aufsehen erregen, sondern gegen "Bodyshaming" aufzeigen und Mädchen im Teenager-Alter ermutigen, stolz auf ihre Körper zu sein.

"Bodyshaming" bezeichnet die Herabsetzung von Menschen aufgrund ihres Körpers. Vor allem junge Mädchen werden im Netz, aber auch im Alltag, immer wieder Opfer solcher Attacken. Thorpe sagt dazu der "Sun": "Wir haben Schwimmanzüge an, wir können also nichts verstecken. Es zwingt uns dazu, uns in unseren Körpern wohlzufühlen."

Weiters meint sie: "Es gibt Trends in den Medien, wie man auszusehen habe. In unseren Tagen und unserem Alter soll es kurviger sein, großer Po, große Brüste. Wir möchten nur die Botschaft transportieren, dass es ok ist, nicht der Norm zu entsprechen."

Ihre Synchron-Partnerin Shortman ergänzt: "Jetzt fühlen wir uns stark und selbstbewusst in unseren Körpern, aber das war nicht immer so." Deswegen unterstützen die beiden die Kampagne "#BeStrongBeBeautiful", mit der auch die Sport-Begeisterung von Mädchen angekurbelt werden soll.

Denn eine Umfrage habe ergeben, dass die Hälfte der Schülerinnen, die älter als 13 sind, mit dem Sport aufhören. Begründung: Sie fühlen sich in ihrem Körper nicht wohl. Außerdem gaben 64 Prozent der Teilnehmerinnen an, spätestens mit 16 Jahren mit dem Sport aufgehört zu haben – mit der gleichen Begründung.

Thorpe meint dazu: "Sport ist für die geistige und körperliche Gesundheit wirklich wichtig. Es ist beschämend, dass die Leute meinen, kommentieren zu müssen, wie man dabei aussieht."

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