Online-Plattform hilft bei Süchten in Isolation

Das wochenlange Zuhause bleiben fordert uns alle. Damit dabei der Genuss von Alkohol, Tabak oder anderer Suchtmittel nicht überhand nimmt, bietet die Stadt Wien nun digitale Hilfe und Unterstützung.
Das wochenlange Zuhause bleiben fordert uns alle. Damit dabei der Genuss von Alkohol, Tabak oder anderer Suchtmittel nicht überhand nimmt, bietet die Stadt Wien nun digitale Hilfe und Unterstützung.Bild: picturedesk.com
Damit der Genuss von Alkohol oder anderer Suchtmittel während der Isolation nicht überhand nehmen, bietet die Stadt nun digitale Hilfe an.

Die Corona-Krise fordert uns alle. Viele, oft über Jahre hinweg eingewöhnte Abläufe müssen nun neu gedacht werden. "Die Beschränkungen im Alltag, für viele auch das Alleinsein oder auch die plötzliche Enge im Familienalltag kann zu einem Anstieg im Konsumverhalten führen. Wir wollen den Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit bieten, selbstkritisch mit ihrem Konsum umzugehen", erklärt Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien.

Mit Mindbasebietet das Institut für Suchtprävention Wien eine niederschwellige und anonyme Möglichkeit, sich über problematische Konsummuster, Substanzen, Verhaltensweisen, sowie über psychische Erkrankungen zu informieren. Geprüfte Online-Selbsthilfe-Programme unterstützen Interessierte bei der gewünschten Verhaltensänderung und begleiten auf dem Weg zu einem höheren psychischen Wohlbefinden. Zudem legt die Plattform Wert auf Übersichtlichkeit und kompakte Informationen zum Thema Sucht und zu anderen psychischen Erkrankungen.

Zuhause Süchte behandeln? Hier findest Du Hilfe

"Den Alkoholkonsum reduzieren, weniger kiffen oder mit dem Rauchen aufhören und selbstbestimmter leben: Die Anonymität der kostenlosen Online-Hilfe ermöglicht allen Interessierten einen leichteren und schnellen Zugang zu Unterstützung und Hilfe und stärkt die Selbstbefähigung", erklärt Lisa Brunner, Leiterin des Instituts für Suchtprävention.

Brauchen Sie jemand, der Ihnen zuhört?
Falls Sorgen Sie bedrücken sind Berater für Sie da:
Kriseninterventionszentrum: 01/406 95 95
Rat auf Draht (für Kinder und Jugendliche): 147
Rat und Hilfe bei Suizidgefahr: 0810/97 71 55
Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01/313 30
Telefonseelsorge: 142

Seit 2016 befasst sich das Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien mit der Entwicklung, dem Aufbau und der Integration von E-Mental Health Angeboten im Bereich der Prävention und Frühintervention.

Digitale Alk-Coaches oder Rauchfrei-Apps

Ein zentraler Aspekt der Plattform sei es, Interessierten seriöse Informationen und geprüfte Selbsthilfeprogramme in die Hand zu geben, um die eigene Gesundheitskompetenz zu steigern. Neben den Tools alkcoachund CANreduce, sowie der Rauchfrei App wird auch auf die Online-Beratungsangebote der Drogenberatungsstellen checkitund des Vereins Dialog hingewiesen.

Sei es der Alkoholkonsum oder der Konsum von Cannabis – die angebotenen Online-Programme unterstützen bei der Verhaltensänderung und dabei, sich selbst Ziele zu setzen. Dabei ersetzen die Angebote keine "Face-to-Face"-Behandlung, wird betont, sie erweitern aber das bestehende Hilfesystem durch digitale Möglichkeiten.

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