In der Steiermark wird der Ausnahmezustand geprobt

In der Obersteiermark läuft noch bis Sonntag die internationale Rotkreuz-Übung „Ironore 2019". Knapp 400 Einsatzkräfte aus ganz Europa üben die Hilfe nach einem Erdbeben.
Vom Einsturz gefährdete Häuser, brennende Tunnel, ein Busunfall mit zahlreichen Verletzten, entgleiste Eisenbahnwaggons und Verschüttete: In Eisenerz (Bezirk Leoben) findet noch bis Sonntag die internationale Rotkreuz-Übung "Ironore 2019" mit mehr als 400 Teilnehmern und 1.000 Beteiligten statt - so realistisch wie möglich. "Das ist aber keine Inszenierung auf einem Abenteuerspielplatz, sondern einfach nötig, um bestmöglich vorbereitet zu sein, wenn einmal wirklich eine Katastrophe hereinbricht", sagt der Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes, Gerry Foitik.

EU-Katastrophenschutz-Mechanismus wird aktiviert



Das Durchspielen der Abläufe – auch Polizei, Feuerwehr, die Bergrettung und andere Behörden sind eingebunden – sei wichtig, diesmal besonders, weil auch der EU-Katastrophenschutz-Mechanismus aktiviert wird. Das Innenministerium schlägt sozusagen in Brüssel Alarm und aus dem Ausland eilt Hilfe herbei, um den lokalen Kräften vor Ort zu helfen. "Es ist gut und wichtig, das zu üben – weil es Katastrophen geben kann, die ein Land alleine überfordern", sagt Foitik. Die EU und das Land Steiermark finanziert einen Großteil der Übung.



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch die Erprobung neuer, innovativer Tools im Rahmen des Projekts driver+ – wie Apps zum Einbinden von Freiwilligen oder Luftbildern zur Ergänzung der Schadenserhebung – sei ein wichtiges Element.

Rot Kreuz-Übung als Test für Hurrikan "Dorian"



"Übungen in dieser Dimension und mit dieser Dauer ermöglichen es dem Roten Kreuz auch neue, innovative Trainings- und Einsatzkonzepte auf ihre Verwendung im Echteinsatz zu testen und die notwendigen Erfahrungen zu sammeln", sagt Peter Hansak vom steirischen Roten Kreuz. Der Großteil der Menschen, die mithelfen, so eine Übung möglich zu machen, sind Freiwillige. "Bei ihnen möchte ich mich besonders für Ihr Engagement bedanken", sagt Hansak.

Übungen wie die IRONORE2019 sind auch ein echter Test für internationale Zivilschutz-Notfälle, wie die derzeitigen Waldbrände in Bolivien oder Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas, wo der Mechanismus auch aktiviert wurde.

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