Österreichische Soldaten im Kosovo verletzt

Bei einem erneuten Zwischenfall im Norden des Kosovo am späten Montagnachmittag sind acht österreichische Soldaten der internationalen Schutztruppe KFOR verletzt worden.

Zwei der heimischen KFOR-Soldaten sind "mittelschwer verletzt" worden. Die sechs weiteren konnten ambulant behandelt werden und befinden sich wieder im Einsatz. Insgesamt gibt es nach dieser Auseinandersetzung 20 verletzte Soldaten.

Kampf mit Tränengas & Co

Zunächst hatte die KFOR-Truppe in der Früh mit schwerem Gerät eine serbische Barrikade aus Baugeräten und Lastwägen in Jagnjenica geräumt. Die über Sirenen zu Hilfe gerufenen Serben weigerten sich, sich zu entfernen, so dass die Soldaten Tränengas, Wasserwerfer, Gummigeschoße und Pfefferspray einsetzten.

Am Nachmittag wurden sie mit Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern angegriffen, berichtete KFOR-Sprecher Uwe Nowitzki in Pristina. Die Soldaten hätten Warnschüsse in die Luft abgegeben und wieder Wasserwerfer eingesetzt.

Serbiens Staatspräsident Boris Tadic rief zur Beruhigung der Lage auf. Doch KFOR-Soldaten und aufgebrachte Serben standen sich am Abend weiter unversöhnlich bei dem Dorf Jagnjenica westlich der Stadt Mitrovica gegenüber. Stundenlange Verhandlungen der KFOR mit Serben-Führern blieben ergebnislos.

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