Pannen-Tor bei Sturm-Debakel gegen Salzburg

Bild: GEPA pictures

Red Bull Salzburg hat vor dem Europa-League-Auswärtsspiel bei Ajax Amsterdam am Donnerstag eine ideale Generalprobe hingelegt. Die "Bullen" feierten zum Auftakt der 23. Runde der Fußball-Bundesliga einen 4:1-(3:0)-Erfolg bei Sturm Graz und gewannen damit auch das dritte Spiel im Frühjahr souverän. Die Lachnummer des Spiels lieferte Sturm-Torhüter Benedikt Pliquett, der sich bei einem völlig harmlosen Ball völlig verschätzte.

Red Bull Salzburg hat vor dem Europa-League-Auswärtsspiel bei Ajax Amsterdam am Donnerstag eine ideale Generalprobe hingelegt. Die "Bullen" feierten zum Auftakt der 23. Runde der Fußball-Bundesliga einen 4:1-(3:0)-Erfolg bei Sturm Graz und gewannen damit auch das dritte Spiel im Frühjahr souverän. Die Lachnummer des Spiels lieferte Sturm-Torhüter Benedikt Pliquett, der sich bei einem völlig harmlosen Ball völlig verschätzte.

Andre Ramalho (8.), Sadio Mane (14.) und Kevin Kampl (32.) machten schon vor dem Seitenwechsel den neunten Pflichtspielsieg in Folge perfekt. Nach der Pause wurde es für die Grazer nach einem Aussetzer von Goalie Benedikt Pliquett, der eine Philipp-Hütter-Rückgabe (58.) passieren ließ, noch bitterer. Die Truppe von Chefcoach Darko Milanic, der durch Florian Kainz (87.) der Ehrentreffer glückte, muss damit weiter auf ein volles Erfolgserlebnis im Frühjahr warten und ist weiter als Siebenter im hinteren Tabellenmittelfeld zu finden.

Leichtes Spiel für Salzburg

Das dritte direkte Saisonduell war so gar nicht mit den bisherigen beiden Partien vergleichbar. Das 1:1 in Graz sowie das 1:0 für Salzburg in Wals-Siezenheim waren noch hart umkämpft gewesen, dieses Mal standen die Grazer von Beginn an auf verlorenem Posten. Sie waren nicht aggressiv, mutlos im Spiel nach vorne und leisteten sich Fehler am laufenden Band. So hatten die Salzburger leichtes Spiel.

Schon nach eineinhalb Minuten hätte das 1:0 fallen müssen, Alan verstolperte allerdings im Strafraum. Die Führung ließ trotzdem nicht lange auf sich warten. Ein Ramalho-Freistoß wurde von Anel Hadzic unhaltbar für Pliquett abgefälscht (8.). Sechs Minuten später wurde im Strafraum völlig auf Mane vergessen, der Offensivspieler konnte nach Kampl-Flanke alleine stehend volley zwischen die Beine von Pliquett einschießen.

Mit 3:0-Führung in die Pause

Die Grazer konnten sich überhaupt nicht befreien und kassierten auch noch Treffer Nummer drei. Nach einem kurz abgespielten Corner zog Kampl aus seitlicher Position ab und traf ins lange Eck. Der Ball wurde in Co-Produktion von Zulj und Madl noch leicht abgefälscht (32.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Schiedsrichter Manuel Schüttengruber noch ein Einsehen mit den Grazern, so blieb ein Zweikampf des bereits verwarnten Madl als letzter Mann mit Alan ungeahndet.

Glück hatten die Steirer auch gleich nach Wiederbeginn, als ein herrlicher Zulj-Außenrist-Abschluss nach einem Kampl-Eckball an der Stange landete (49.). Die Hausherren präsentierten sich nach der Pause allerdings von einer besseren Seite, wobei die Salzburger im Hinblick auf das Europa-League-Sechzehntelfinal-Hinspiel am Donnerstag gleichzeitig einen Gang zurückschalteten und Kräfte sparten.

Goalie-Panne von Pliquett

Der bis dorthin völlig unterbeschäftigte Salzburg-Tormann Peter Gulacsi musste sich bei einer Doppelchance bei Schüssen von Robert Beric und Kainz (52.) auszeichnen. Ausgerechnet in der besten Phase der Grazer schwächten sie sich selbst. Eine Kopfball-Rückgabe von Hütter ließ Pliquett passieren (58.). Der Tormann wollte den Ball fangen, anstatt ihn mit dem Fuß zu stoppen, ging aber nicht tief genug in die Knie. So rollte der Ball unter ihm durch.

Hadzic (64.) hätte noch für den Ehrentreffer sorgen können, schoss allerdings genauso drüber wie auf der Gegenseite Alan (70.). Der Brasilianer (18 Saisontore) ließ damit die Chance aus, in Abwesenheit des angeschlagenen Jonatan Soriano (17) im internen Kampf um die Liga-Torjägerkrone entscheidend vorzulegen.

In der Schlussphase sorgte Kainz (87.) noch für Ergebniskosmetik, zwei Minuten später scheiterte Daniel Beichler mit einem Elfmeter - nach Foul von Florian Klein an Kainz - noch an Gulacsi. Für Salzburg war es der dritte hohe Sieg 2014 nach jenen in Wiener Neustadt (5:1) und gegen Grödig (6:0).

Technische Daten und Stimmen zum Spiel finden Sie auf der nächsten Seite...

SK Sturm Graz - Red Bull Salzburg 1:4 (0:3)

UPC-Arena, 8.381, SR Schüttengruber

Tore: 0:1 ( 8.) Ramalho, 0:2 (14.) Mane, 0:3 (32.) Kampl, 0:4 (58.) Hütter (Eigentor), 1:4 (87.) F. Kainz

Sturm Graz: Pliquett - Hütter, Madl, Vujadinovic, Klem - P. Wolf (59. Schmerböck), M. Weber (77. Offenbacher), Hadzic, F. Kainz - Beric (59. Djuricin), Beichler

Salzburg: Gulacsi - Schwegler (70. Klein), Ramalho, Hinteregger (71. Schiemer), Ulmer - Kampl, Ilsanker (82. Lazaro), Berisha, Mane - R. Zulj, Alan

Gelbe Karten: Madl, F. Kainz, Hütter bzw. Hinteregger, Klein

Stimmen zum Spiel

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Wir sind großartig ins Spiel gekommen, schnell in Führung gegangen und haben die Partie schnell entschieden. Es ist nicht ganz so einfach, in Graz zu gewinnen. Aber wir haben taktisch sehr geschlossen agiert und sehr gut gespielt. Insgesamt war es eine Topleistung meiner Mannschaft, ich bin rundum zufrieden. Das war auch eine gute Generalprobe vor dem Spiel gegen Ajax Amsterdam."

Darko Milanic (Sturm-Graz-Trainer): "Wir haben gewusst, dass Salzburg sehr stark ist. Wenn eine Mannschaft so einen Lauf hat, dann hat sie auch das Glück auf ihrer Seite, wie beispielsweise beim 0:1. In der ersten Hälfte waren wir sehr unter Druck, da war der Unterschied sehr groß. In der zweiten Hälfte haben wir Räume vorgefunden, aber zu wenig daraus gemacht. Positiv ist, dass wir nach dem 0:3 trotzdem versucht haben zu kombinieren und zu spielen. Ich mache wegen der Niederlage sicher kein Theater, das wäre nicht klug und nicht das richtige Mittel."

APA/red

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