Park in Wien-Mariahilf wird nun zur Cooling-Zone

Esterhazypark in Wien-Mariahilf: So soll die "Cooling Zone" aussehen.
Esterhazypark in Wien-Mariahilf: So soll die "Cooling Zone" aussehen.Bild: PID
Wasserfontänen und Sprühnebeldüsen sollen im Esterhazypark in Wien-Mariahilf auch bei großer Hitze für Abkühlung sorgen.
Schon im kommenden Jahr gestalten die Wiener Stadtgärtner gemeinsam mit dem Bezirk und dem Haus des Meeres die 10.600 Quadratmeter große Fläche im vorderen Bereich des Esterházyparks komplett um. Im Zentrum steht ein 30 Quadratmeter großer "Coolspot". Dabei handelt es sich um eine kreisförmige, bepflanzte und beschattete Ruhezone mit drei Ringen Nebeldüsen. Die Umgebungstemperatur wird so um bis zu 6 Grad abgekühlt

Spektakulär sind auch die zwei "Klimabäume" – fast drei Meter hohe Nebelduschen mit einem Durchmesser von bis zu 2,20 Meter, die die Umgebung mit feinem Sprühnebel kühlen. Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Rumelhart haben das einzigartige Projekt heute im Haus des Meeres vorgestellt: "Der nächste Sommer und damit klimawandelbedingte Hitzetage kommen bestimmt. Wir sorgen vor und setzten eine Vielzahl von Maßnahmen im Kampf gegen urbane Hitzeinseln. Ich freue mich sehr auf das einzigartige Konzept im neuen Esterházypark mit innovativen Wasserelementen und Begrünung", so Sima.

Entsiegelung und neue Bepflanzung

Neben der Kühlung durch Wasser, sind natürlich die Pflanzen wesentliches Gestaltungselement des "Cooling-Parks". Durch Entsiegelung von Beton und Asphaltflächen kommen zu den bestehenden Bäumen und Pflanzen neue Gräser- und Staudenbeete sowie Bäume hinzu. Mehrere schlangenförmige Bänke, die einer ganzen Schulklasse Platz bieten und über 30 neue Bänke und Stühle schaffen zusätzliche Sitzgelegenheiten für die Besucher. Zudem wird der Park durch den Abbruch der Rampe neben der Schadekgasse um mehr als 200 m² vergrößert.

CommentCreated with Sketch.14 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Planung des "Cooling-Parks" erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bezirk, den Wiener Stadtgärten und dem von der Stadt Wien beauftragten Wiener Landschaftsarchitekturbüro Carla Lo, das für die Planung der Parkneugestaltung im Esterházypark verantwortlich ist.

Esterhazypark in Wien-Mariahilf: So soll die "Cooling Zone" aussehen.
Esterhazypark in Wien-Mariahilf: So soll die "Cooling Zone" aussehen.
Abgesehen von innovativen Projekten wie dem neuen Konzept "Cooling-Park" setzt die Stadt Wien aber auch zahlreiche andere Begrünungs- und Kühlungsmaßnahmen. Eine wesentliche Maßnahme im Kampf gegen die klimakrisenbedingte Hitze in der Stadt ist der Ausbau der Grünflächen. Die Stadt Wien baut diese seit Jahren massiv aus und verfügt mittlerweile über mehr als 990 Parks und unzählige Grünflächen. Schon heute hat die Stadt Wien einen Grünraumanteil von 53 Prozent. Für die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen in der Stadt in Zeiten des Klimawandels ist ein ausreichendes Angebot an Grün- und Erholungsräumen besonders wichtig. Daher werden laufend neue Grün- und Erholungsflächen – "Wohnzimmer im Freien" – errichtet oder bestehende Flächen und Parks umgestaltet und erweitert.

Auch im kommenden Jahr steht eine Vielzahl an weiteren Parkprojekten auf dem Plan der Wiener Stadtgärten. Insgesamt werden, verteilt über das gesamte Stadtgebiet und die Stadterweiterungsgebiete, rund 137.000 m² Park- und Grünflächen errichtet bzw. erneuert und umgestaltet. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 9,3 Millionen Euro. Dabei werden sowohl kleinere und mittelgroße Parkprojekte als auch die großflächigen Anlagen in den Stadtentwicklungsgebieten, deren Errichtung im kommenden Jahr beginnt, realisiert.

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