Parlament vor baupolizelicher Sperre

Nachdem die erste Runde der Architektensuche zur Generalsanierung des Parlaments stattgefunden hat, gab der Vorsitzende der siebenköpfigen Preisrichterkommission, Architekt Ernst Beneder, ein vernichtendes Urteil über den Zustand des Hohen Hauses ab.
Nachdem die erste Runde der Architektensuche zur stattgefunden hat, gab der Vorsitzende der siebenköpfigen Preisrichterkommission, Architekt Ernst Beneder, ein vernichtendes Urteil über den Zustand des Hohen Hauses ab.

Beneder betonte, dass es sich bei dem frühhistoristischen Gebäude Theophil Hansens zwar um ein „sehr gut funktionierendes Parlament“ handle. Allerdings stehe es vor der baupolizeilichen Sperre, und der innere, nicht sichtbare Zustand komme fast einem „Totalschaden“ gleich. „Es gibt fast keinen Punkt dieses Hauses, der nicht in irgendeiner Form angegriffen, ertüchtigt, erneuert werden muss.“
Neben der technischen und denkmalpflegerischen Seite geht es Beneder auch darum, dem seit dem 19. Jahrhundert veränderten Zugang zur Politik Rechnung zu tragen. Von den eingereichten Projekten erwarte er sich daher Vorschläge zur inhaltlichen Öffnung des Hauses, was etwa Partizipation und neue Medien betrifft.
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) bestätigte, dass es sich um eine der kompliziertesten Baustellen der Republik handle. Der Sieger des anonymen Verfahrens soll zu Jahresende feststehen, der Baubeginn ist allerdings erst für Ende 2016 zu erwarten. Bis jetzt wurden mehr als zehn Anträge zur Sanierung eingereicht.





 
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