Die Vorwürfe gegen das Kuratorium der Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) wiegen schwer: Untreue, Betrug, Bestechlichkeit und Vorteilsnahme stehen laut "profil" in einer vom Stadtrechnungshof eingebrachten Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft.
Geschäftsführerin Gabriele Graumann wies zwar laut dem Magazin alle Anschuldigungen von sich, nun wurde sie dennoch suspendiert. Das teilte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gestern mit. Der Vorstand habe Hacker, der auch Präsident des KWP ist, in einer Sitzung am Mittwoch damit beauftragt, Graumann "vorläufig und mit sofortiger Wirkung vom Dienst freizustellen", hieß es gestern in einer Mitteilung.
Graumanns bisheriger Stellvertreter, Simon Bluma, wird interimistisch die Leitung der Pensionisten-Wohnhäuser übernehmen. Die Sachverhaltsdarstellung gegen "unbekannte Täter" ging nach einer Überprüfung im Jänner an die Behörde.