Pflegenotstand: SPÖ fordert 500 Euro Ausbildungsbonus

Die Bundesparteivorsitzende der SPÖ fordert ein "zentrales Corona-Bremssystem".
Die Bundesparteivorsitzende der SPÖ fordert ein "zentrales Corona-Bremssystem".SPÖ
Laut Prognosen fehlen Österreich bald 76.000 Pflegekräfte. Um Arbeitslosigkeit vorzubeugen, fordert die SPÖ deswegen zusätzliche 500 Euro pro Monat.

Mit dieser Maßnahme soll gleichzeitig die hohe Arbeitslosigkeit und der Mangel an Pflegekräften bekämpft werden. Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner empört sich: "Es kann nicht die Lösung sein, dass wir mit Zügen und Flugzeugen jeden Monat ausländische Pflegekräfte nach Österreich bringen müssen."

Stattdessen fordert sie, den Weg zum Pflegeberuf zu erleichtern. Das soll dadurch ermöglicht werden, dass Umsteiger zusätzlich zum Arbeitslosengeld einen Ausbildungsbonus von 500 Euro monatlich erhalten. Anreize schaffen ist das Stichwort. Die Pflegeausbildung selbst soll für Berufseinsteiger auch kostenlos sein.

"Ausbilden, ausbilden, ausbilden"

Nach der Pleite einer in Wien ansässigen Fluglinie hätten sich 40 Personen gemeldet, die sich eine Umschulung in den Pflegebereich nicht leisten konnten. Die Lebenshaltungskosten sind während der mehrjährigen Ausbildung schlichtweg zu hoch. Diese fehlenden Stellen müssen nun immer öfter per Flugzeug aus dem Ausland eingeflogen werden. Weiters forderte Rendi-Wagner eine 1.000-Euro-Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen, 300 Euro mehr Arbeitslosengeld und ein Vorantreiben des Projekts Viertagewoche.

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