Pickerl & Co – Riesige Preisunterschiede in Werkstätten

Die §57a-Prüfplakette wird landläufig als "Pickerl" bezeichnet. Symbolbild
Die §57a-Prüfplakette wird landläufig als "Pickerl" bezeichnet. Symbolbildpicturedesk.com/DiePresse/Clemens Fabry
Jedes zugelassene Auto muss nach §57a überprüft werden. Der Pickerl-Check kann bis zu 102 Euro kosten. Die AK zeigt, dass es durchaus günstiger geht.

Die Pickerlkosten betragen bei Benzinautos durchschnittlich 69,88 Euro, bei Dieselautos 71,86 Euro – je nach Kfz-Werkstatt und Automarke. Doch sowohl nach oben als auch unten gibt es riesige Unterschiede zwischen den Anbietern, wie ein Stichproben-Test der Arbeiterkammer zeigt. Zwischen Mitte Mai und Juni wurden dazu 38 Kfz-Fachwerkstätten in Wien auf den Prüfstand gestellt:

Am preiswertesten ist die Überprüfung des Pickerls demnach für Mitglieder des Autoklubs ÖAMTC (43,20 Euro). Den teuersten Preis orteten die AK Tester mit 101,80 Euro. Mitglieder des Autoklubs ARBÖ zahlen 51,85 Euro. Es gibt auch Werkstätten, die die Kontrolle des Pickerls bereits um 45 Euro (Benzinautos) bzw. 55 Euro (Dieselautos) anbieten.

Pickerl und Service in Kombi günstiger?

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Preise fürs Pickerl Gas gegeben: Bei Benzinautos kostet das Pickerl um durchschnittlich 4,2 Prozent mehr, bei Diesel-Kfz um 3,7 Prozent.

Die AK-Konsumentenschützer raten deshalb, bei der Werkstatt des Vertrauens nachzufragen, ob es einen Nachlass bei der Pickerl-Überprüfung gibt, wenn man auch gleichzeitig ein Service machen lässt. Manche Werkstätten legen die Prüfplakette dazu als Bonus kostenfrei obendrauf.

Auch bei Reparaturkosten kann man "ins Schleudern kommen"

Eine Beule in der Autotür ist ärgerlich, aber leider auch schnell passiert. Bei den aktuellen Preisen kann eine solch unschöne Delle aber ein richtiges Loch ins eigene Geldbörsel reißen.

Auch hier gibt es extreme Unterschiede bei den Kosten für Mechaniker, Spengler und Lackierer, wie die Arbeiterkammer aufdeckt. Je nach Schaden, Werkstatt und Automarke müssen AutofahrerInnen beim Mechaniker mit rund 96 bis rund 276 Euro rechnen. Das ist ein Unterschied von rund 189 Prozent (180 Euro)!

Arbeiterkammer rät: Preise checken

Das kostet eine Arbeitsstunde – je nach Auto und Schaden – in den untersuchten Wiener Kfz-Fachwerkstätten: Mechaniker schlagen mit 95,5 bis 275,8 Euro pro Arbeitsstunde zu Buche. Damit ist der Preis um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei Spenglern werden zwischen 149,9 und 226,8 Euro (+4 %) und bei Kfz-Lackierern zwischen 154,9 und 226,8 Euro (+3,7 %) fällig.

Auch hier rät die AK, die Preise bei mehreren Autowerkstätten zu vergleichen. Viele Vertragswerkstätten würden laut den Konsumentenschützern nämlich auch Fremdmarken reparieren.

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