Vergewaltigung in Linz: Zwei Verdächtige verhaftet

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter gaben bei einer Pressekonferenz die Ausforschung der beiden mutmaßlichen Vergewaltiger bekannt.
Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter gaben bei einer Pressekonferenz die Ausforschung der beiden mutmaßlichen Vergewaltiger bekannt.Bild: Romana Schibany

Die mutmaßlichen Vergewaltiger einer Maturantin in Linz sind geschnappt! Das gab die Polizei bekannt, die wegen des Falls viel Kritik einstecken musste.

Bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gaben Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter bekannt, dass zwei Verdächtige in der Früh verhaftet werden konnten.

"Zwei mutmaßliche Täter wurden heute festgenommen, beide Tatverdächtigen werden derzeit einvernommen", sagt Pilsl. "Es gibt noch kein Geständnis, die Beweislast ist aber erdrückend." Die beiden Männer wurden um 7 Uhr an ihren Wohnorten aufgesucht und ließen sich ohne Widerstand festnehmen.

Bei den mutmaßlichen Vergewaltigern handelt es sich um einen 17-jährigen Afghanen und einen 27-jährigen Österreicher mit türkischem Migrationshintergrund. Beim 17-Jährigen, ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, läuft seit 2016 ein Asylverfahren. Beide Männer sind bereits wegen Suchtgiftdelikten vorbestraft.

Videoaufzeichnungen führten zu mutmaßlichen Tätern

Auf die Spur kam man den mutmaßlichen Vergewaltigern über die Sichtung von Videoaufzeichnungen. "Auf diesen konnten wir zwei uns bekannte Personen ausmachen", sagt Pogutter. Vorliegende DNA-Spuren lieferten dann einen weiteren Hinweis.

Wie berichtet, sollen die beiden Tatverdächtigen in den frühen Morgenstunden des 9. Juni eine 18-Jährige in einen Keller eines Mehrparteienhauses in der Linzer Dinghoferstraße gezerrt und vergewaltigt haben. Bei den mutmaßlichen Tätern gibt es keine Verbindung zu dieser Örtlichkeit. Sie wohnen laut Polizei auch nicht im Nahbereich.

Kritik an Polizei

Die Polizei gab die mutmaßliche Vergewaltigung erst nach rund einer Woche bekannt und wurde deshalb von den Medien mit Vertuschungsvorwürfen konfrontiert. Pilsl rechtfertigt das Vorgehen mit ermittlungstaktischen Gründen. Die junge Frau konnte aufgrund ihrer Traumatisierung vorerst keine genauen Angaben zum Tatort machen, so konnten auch keine Spuren gesichert werden. "Bevor wir nicht wussten, wo das war, wollten wir die Tat auf keinen Fall preisgeben", erklärt Pogutter.

(gs/rs)

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