PR-Guru will Prozess mit Penisgröße gewinnen

Bild: ANDY RAIN (EPA)

PR-Guru Max Clifford ist eine Legende. Selbst Wikipedia bescheinigt ihm, der berühmteste PR-Agent Großbritanniens zu sein. Nun steht er wegen sexueller Nötigung vor Gericht. Er soll 14- bis 19-Jährige zum Sex gezwungen haben. Clifford ließ sich für den Prozess seinen Penis von einem Arzt vermessen. So will er gewinnen.

Clifford hat seinen beruflichen Ruhm seinen kontroversiellen Kunden zu verdanken. Er vertritt Leute, die ihre Geschichten den Klatschmagazinen verkaufen wollen und Kunden, die bereits verurteilt wurden.

Bizarre Verhandlung: Von "Mikro-Penis" bis "riesiges" Glied

Die Verhandlung muss bizarr gewesen sein: Am Mittwoch drehte sich alles um die Penisgröße des 70-Jährigen. Die Meinungen der Zeuginnen sollen weit auseinander gegangen sein. Während eine behauptete er habe einen "Mikro-Penis", soll die andere ihm ein "riesiges" Glied bescheinigt haben. Alles falsch, behauptet Clifford.

Arzt vermaß Penis: 13,5 Zentimeter unerigiert

Ein Arzt habe das Geschlechtsteil Cliffords vermessen und die tatsächliche Größe mit 13,5 Zentimetern bestimmt - in unerigiertem Zustand. "Mit Sicherheit nicht sonderbar klein und auch nicht riesig - keine diese Zeuginnen ist glaubwürdig", sagte der Anwalt. Auch Clifford selbst betonte: "Keine der Frauen, mit der ich eine Beziehung führte, hat mir jemals gesagt, dass ich einen kleinen oder großen Penis habe".

Die Opfer: Sieben Mädchen zwischen 14 und 19

Clifford wird vorgeworfen, seine Machtposition in der Unterhaltungsbranche ausgenutzt zu haben, um zwischen 1966 bis 1984 sieben junge Frauen und Mädchen im Alter von 14 bis 19 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Der PR-Guru soll außerdem am Telefon Hollywood-Stars wie den James-Bond-Produzenten Cubby Broccoli oder Schauspieler Charles Bronson imitiert haben, um Frauen zu beeindrucken. vor ihm flüchten konnte.

Clifford: Anschuldigungen "abscheulich" und "lächerlich"

Max Clifford bestreitet die Taten. Clifford betonte, er habe in seinem Büro nur Sex mit einer Frau gehabt, mit der er eine Affäre geführt habe. Die Behauptung, er habe ein sexuelles Interesse an Minderjährigen, bezeichnete der Angeklagte als "absolut abscheulich". Die Annahme, er habe Schauspielerinnen gesagt, sie müssten mit mächtigen Männern schlafen, um Rollen in Filmen zu bekommen, sei "lächerlich".

APA/red.

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