Preisvergleichs-Portal für Bahnreisen gefordert

Weil es in Österreich für Bahnreisen bis zu 2.000 verschiedene Ticketvarianten gibt, wird nun die Forderung nach einem Preisvergleichs-Portal laut, berichtet "Ö1". Zwar gibt es im Internet Dutzende solcher Portale für Flugreisen, für den Bahnverkehr fand sich bisher jedoch kein Anbieter. ÖBB-Chef Kern wehrt sich gegen Vorwürfe.

Weil es in Österreich für Bahnreisen bis zu 2.000 verschiedene Ticketvarianten gibt, wird nun die Forderung nach einem Preisvergleichs-Portal laut, berichtet "Ö1". Zwar gibt es im Internet Dutzende solcher Portale für Flugreisen, für den Bahnverkehr fand sich bisher jedoch kein Anbieter. ÖBB-Chef Kern wehrt sich gegen Vorwürfe.

Bei Flugreisen ist das Prozedere einfach: Start- und Zielort, Reisetermin und Details werden angegeben und schon bekommt man den billigsten Tarif ausgewiesen. Bei Bahnreisen gibt es das nicht, was für Unmut bei den Konsumenten sorgt - denn wer die geeignetsten Tarife nicht kennt, zahlt teilweise erheblich auf. Vor allem bei internationalen Reisen gibt es laut "Ö1" beträchtliche Unterschiede bei den Ticketpreisen.

"Bahnfahren muss einfach sein"

Zum Vergleich: Ein ÖBB-Ticket von Salzburg nach Münschen kostet 35 Euro, bei der Deutschen Bahn bekommt man es hingegen an manchen Tagen schon um 19 Euro. Die ÖBB arbeiten laut eigener Aussage daran, Licht in den Tarifdschungel zu bringen: "Wir können natürlich nicht von unseren Kunden verlangen, dass sie sich in den Tiefen des Tarifsystems auskennen. Bahnfahren muss einfach sein", so Sprecher Michael Braun.

Internetplattform sehnlich erwünscht

Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) erklärt gegenüber Ö1, warum es bisher keine Vergleichsplattform im Netz gibt: "Im Unterschied zu internationalen Flugreisen gibt es relativ wenige Bahnreisen und damit rechnen sich solche privaten Plattformen nicht." Also bleibt den Kunden vorerst weiterhin nur die Möglichkeit, sich durch die Seiten der verschiedenen Anbieter zu klicken - oder eben manchmal draufzuzahlen.

ÖBB-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe

ÖBB-Chef Kern verwehrt sich gegen Vorwürfe, die Bahn unternehme zu wenig gegen den Tarifdschungel. Man arbeite derzeit an einem gemeinsamen Ticketsystem mit den Verkehrsverbünden OÖ und Steiermark. Auch die anderen Verbünde werden folgen, zeigt er sich überzeugt. Außerdem soll es bis Jahresende statt den über 100 Vorteilscard-Varianten nur noch fünf bis sechs Kategorien geben.

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