Profis freuen sich über Facebook-Absturz

Bild: EPA

Die Facebook-Aktie kennt seit dem Börsengang vor allem eine Richtung: abwärts. Jetzt hat auch der Optionshandel für das Papier begonnen. Die meisten Investoren wetten einem Medienbericht zufolge auf einen weiter sinkenden Kurs.

Elf Tage nach dem euphorischen Börsengang bleibt vor allem die Ernüchterung: Am Dienstag um 9,62 Prozent und damit zum ersten Mal unter die Marke von 29 Dollar. Damit haben Anleger, die vor gut zehn Tagen zum Ausgabepreis von 38 Dollar einstiegen, fast ein Viertel ihres Geldes verloren. Damit ist es einer der schlechtesten Börsengänge eines großen Unternehmens.

Handel mit Aktienoptionen

Die Aktie fällt offenbar auch, weil die Papiere jetzt auch auf dem Optionsmarkt handelbar sind. Mit diesen Termingeschäften können Investoren auf die Kursentwicklung wetten, und das haben laut "Wall Street Journal" ("WSJ") zufolge kräftig genutzt. Die Mehrheitsmeinung: Es geht weiter abwärts.

Die Facebook-Optionsscheine haben dem Bericht zufolge den zweithöchsten Handelsumsatz hinter Apple erzielt, bis zum Abend seien 365.000 Optionen gehandelt worden. Zwar setzten einige Investoren auf einen Kursanstieg und rechneten mit einem Wert von 65 Dollar im Januar 2014, schreibt das "WSJ". Die meisten der gehandelten Optionsscheine liefen allerdings nur bis Mitte Juli - und setzten auf einen Preis von 25 Dollar je Aktie zu diesem Zeitpunkt. Weil viele Händler die Tendenz auf dem Optionsmarkt aufmerksam beobachteten, habe sich am Dienstag auch der Kursverlust der Facebook-Aktie verstärkt.

Rekordverlust

Seit der Erstnotierung für 38 Dollar hat das soziale Netzwerk mittlerweile mehr als 20 Prozent an Wert eingebüßt, die Marktkapitalisierung fiel von 104 Milliarden Dollar auf rund 79 Milliarden Dollar. Dem Datendienstleister Dealogic zufolge hat Facebook damit eines der schlechtesten Handelsdebüts großer Unternehmen hingelegt - ein krasser Gegensatz zur Aufregung vor dem Börsengang am 18. Mai.

Weiterer Zukauf geplant?

Zu den Kursverlusten am Dienstag könnte auch das Gerücht beigetragen haben, dass Facebook den norwegischen Software-Entwickler Opera übernehmen will.

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