Prohaska: "Balotelli wird ausgepfiffen werden"

Mario Balotelli verlässt Manchester City und heuert beim AC Milan an. Dass er dies trotz seiner Vergangenheit bei Stadtrivale Inter tut, könnte ihm noch Probleme bereiten, glaubt Herbert Prohaska im Gespräch mit "Heute.at".

Mario Balotelli verlässt Manchester City und heuert beim AC Milan an. Dass er dies trotz seiner Vergangenheit bei Stadtrivale Inter tut, könnte ihm noch Probleme bereiten, glaubt Herbert Prohaska im Gespräch mit "Heute.at".

Der Transferwinter hat kurz vor dem Ende noch einen richtigen Aufreger geliefert. Für 20 Millionen Euro wechselt "Skandalotelli" zu Milan und erhält einen Vertrag bis 2017. Das sorgte selbst klubintern für Verwirrung. Klubbesitzer Silvio Berlusconi etwa meinte, dass sein Verein keinen "verfaulten Apfel" brauche. Nur kurz darauf entschuldigte er sich aber wieder für diese Aussage.

Balotelli hat beim Derby einiges zu erwarten

Grund für die Aufregung: Balotelli kickte von 2006 bis 2010 für den Stadtrivalen Inter Mailand. Doch schon damals machte der Italiener kein Geheimnis aus seiner Liebe zum AC. Er ließ sich während seiner Zeit bei Inter sogar einmal im Trikot der "Rossoneri" ablichten, was ihm die Fans damals sehr übel nahmen. "Seinen Wechsel werden sie auch nicht wohlwollend aufnehmen", meinte Herbert Prohaska im Gespräch mit "Heute.at".

Österreichs Fußballer des Jahrhunderts absolvierte 56 Spiele für Inter und weiß, was Balotelli in Mailand erwarten wird. "Beim nächsten Derby werden ihn die Fans bei jeder Ballberührung auspfeifen", glaubt der Wiener. Doch seien Wechsel zwischen den Stadtrivalen lange nicht mehr so verpönt wie noch zu seiner aktiven Zeit. "Andrea Pirlo wurde erst nach seinem Wechsel von Inter zum AC ein großer Spieler. Und es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele."

"Damit hat er nur sich selbst geschadet"

Prohaska glaubt aber, dass Balotelli der Tapetenwechsel gut tun wird. "Er wird sich sicher mehr zusammenreißen, bei so einem großen Klub ist er sonst schnell weg. Auch er wird älter und reifer. Was er an Skandalen geliefert hat reicht ohnehin für die nächsten 20 Jahre. Damit hat er nur sich selbst geschadet", so der ehemalige ÖFB-Teamchef.

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