Renault geht beim Kadjar einen Schritt weiter

Ein umfangreiches Update wertet das SUV von Renault auf. Besonders der Motor und die bequemen Sitze des Kadjar gefielen im Test.
Nach fünf Jahren spendierte Renault seinem Kadjar ein paar Neuerungen: Dezente optische Änderungen werden nur Experten auffallen, am ehesten erkennt man die neue Version am tiefer gezogenen Kühlergrill. Viel wichtiger sind aber die Neuerungen, die unter der Hülle stecken.

Es gibt zwei neue Benziner (140 und 160 PS) sowie zwei neue Dieselmotoren (115 und 150 PS). Der stärkste Diesel hat jetzt übrigens 20 PS mehr als beim alten Motor. Das Einstiegsmodell (1,3-Liter Benziner mit 140 PS) gibt es ab 22.890 Euro; wir fuhren die 160-PS-Version in der Spitzenausstattung Black Edition um 35.390 Euro. Die hat serienmäßig unter anderem 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Alcantara-Polsterung, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz, eine Rückfahrkamera und ein Bose-Soundsystem.

Guter Motor

Und tatsächlich: Der Motor kann was und beschleunigt mit seinen 240 Nm Drehmoment auch dank des 7-Gang-Doppelschaltgetriebes überraschend zügig. Zum Glück braucht man den Ganghebel bei einer Automatik während der Fahrt nicht, den der ist recht lang und unsexy gelungen. Was aber ebenfalls für den Motor spricht, ist dass man recht problemlos unter 7 Liter bleiben kann.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Kadjar ist gut gefedert: Einerseits dank des neuen "Dual Density"-Schaumstoffs in den Sitzen, andererseits durch das Fahrwerk. Das liegt gut auf der Straße, allerdings legt sich der Kadjar etwas in die Kurve, wenn man es flotter angeht. Doch im Normalbetrieb ist das so natürlich deutlich angenehmer als ein zu steifes Fahrwerk.

Viele sinnvolle neue Details

Die Sitze haben nun auch eine ausziehbare Oberschenkelauflage und eine verschiebbare Mittelarmlehne. Überhaupt gibt es eine Menge kleiner Änderungen im Innenraum, die für mehr Ergonomie und bessere Bedienbarkeit als beim Vorgänger sorgen. So wurden etwa einige Schalter neu angeordnet bzw. umdesignt, und die Vordertüren – nur so als Detail – haben jetzt sogar Platz für 1,5 Liter große Flaschen.

Aber auch für Menschen gibt es genug Platz im Kadjar: Bei einer Länge von 4,45 Metern beträgt der Radstand 2,65 Meter. Der Kofferraum fasst 472 Liter. Es gibt auch einen doppelten Ladeboden, um auf Höhe der Ladekante zu bleiben; darunter gibt es nicht besonders viel zusätzlichen Raum, aber genug um zahlreiche flache Gegenstände wie Verbandskasten und ähnliches zu verstauen.

Jedenfalls bekommt man beim Kadjar für sein Geld relativ viel geboten. (red)

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FahrberichtMotorRenaultJörg Michner

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